Geschäfte sollen am 24. Dezember geschlossen bleiben!

 

Katholische Aktion appelliert an die Kaufleute und Handelsketten in Salzburg und Tirol

 

SALZBURG (eds/kap - 4. 12. 2017) / Den Appell, am Heiligen Abend die Geschäfte nicht aufzusperren, hat die Katholische Aktion (KA) der Erzdiözese Salzburg an Kaufleute und Handelsketten gerichtet. Der diesjährige kürzestmögliche Advent, in dem der vierte Adventsonntag auf den 24. Dezember fällt, „bietet die Chance zu einem weniger hektischen Weihnachtsfest“, darauf weist KA-Präsidentin Elisabeth Mayer in einer Aussendung hin. Menschen dürften „nicht darauf reduziert werden, Konsumenten zu sein“, sie hätten mehr und andere Bedürfnisse als „Rabattschlachten“ und längere Öffnungszeiten.

Weihnachtseinkäufe lassen sich nach den Worten der Salzburger KA-Präsidentin problemlos bis zum 23. Dezember erledigen. Der 24. Dezember, der nur alle acht Jahre auf einen Sonntag fällt, wäre heuer eine Chance, sich ohne Last-minute-Einkäufe und Besorgungen mit mehr Ruhe auf das Weihnachtsfest einzustimmen.

Die Katholische Aktion - ein Mitglied der „Allianz für den freien Sonntag“ - räumt ein, dass in Salzburger Tourismusgebieten ein Aufsperren rechtlich möglich ist. Aber: Der Marienfeiertag am 8. Dezember sei „ohnehin längst zum paradoxen Einkaufsfeiertag“ geworden, bei dem sich das Rad der Zeit nicht mehr zurückdrehen lasse. Beim Sonntag, auf den heuer der Heilige Abend fällt, gelte es aber, einen „Dammbruch“ zu verhindern und den Familien der Handelsangestellten ein weniger hektisches Weihnachtsfest zu ermöglichen.

Elisabeth Mayer betont, dass Weihnachten als das Fest der Menschwerdung Gottes auch von vielen Menschen, die nicht glauben, mitgefeiert werde. Die Katholische Aktion bemühe sich nicht nur im Advent, „die christliche Botschaft in den Alltag zu übersetzen“, verwies deren Präsidentin auf die Nikolausaktion der Katholischen Jungschar, die entwicklungspolitische Aktion „Sei so frei“ der Katholischen Männerbewegung, auf Adventfeiern der Katholischen Frauenbewegung oder Veranstaltungen des Katholischen Bildungswerkes als Beispiele. Immer gehe es dabei um „Inhalte, die nicht zu kaufen sind und in den Menschen nicht nur Konsumenten oder User sehen“.

Foto: KA-Präsidentin Elisabeth Mayer appelliert an Kaufleute und Handelsketten, am 24. Dezember nicht aufzusperren. Foto:

 

 

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