„Gib Gott in deinem Leben eine Chance!“

 

Der Salzburger Erzbischof ruft im Fastenhirtenbrief zur spirituellen Erneuerung auf

 

SALZBURG/KUFSTEIN (eds - 10. 2. 2016) / „Gib Gott in deinem Leben eine Chance“ - unter dieses Motto stellt Erzbischof Franz Lackner nicht nur seinen Hirtenbrief zum Beginn der Fastenzeit. Der Satz ist auch das Leitmotiv für den spirituellen diözesanen Erneuerungsprozess, der von Pfingsten 2016 bis zum Rupertitag 2018 dauert. Dann begeht die Erzdiözese nämlich das 50-jährige Jubiläum der ersten Diözesansynode nach dem II. Vatikanischen Konzil.

Der Erzbischof weist in dem Schreiben, das am kommenden ersten Fastensonntag, 14. Jänner, in allen Kirchen der Erzdiözese verlesen wird, darauf hin, dass jetzt ein beherzter Anfang für dieses Jubiläum gesetzt werden solle. Auch Jesus habe sein öffentliches Wirken damit begonnen, dass er zur Umkehr und zum Glauben an das Evangelium aufgerufen habe. „Im Vertrauen auf Gottes Gnade möge uns ein neues Erwachen des Glaubens gelingen“, schreibt der Salzburger Oberhirte. Diese Erneuerung könne nur durch eine geistlich-spirituelle Besinnung auf die Wurzeln des Glaubens geschehen.

Auch er, Franz Lackner, verdanke seine Berufung zum Priester der Beschäftigung mit dem Wort Gottes in der Bibel und der Erfahrung, „als ob Gott vorüber gegangen wäre“. Weil heute viele Menschen ihren Weg mit der Kirche nicht mehr finden, „müssen wir neue Wege finden, um Gott und die Menschen heute mit ihren Leiden, Sorgen und Freuden zu erreichen“. Erzbischof Lackner betont im Fastenhirtenbrief, dass daher auf dem zweijährigen Weg der Erneuerung Zukunftsprojekten gebührender Platz eingeräumt werden solle.

Die Liebeszusage Gottes an die Menschen müsse neu und glaubhaft vermittelt werden. „Es wird gewiss kein leichter Weg. So manches Gepäck wird man auf dieser Reise wohl zurücklassen müssen“, ist sich der Erzbischof der Realität bewusst. Obwohl mittelfristig die materiellen und finanziellen Ressourcen in der Kirche sinken, brauche man Freiraum, um neue Akzente zu setzen. „Unsere erste Sorge ist und bleibt das Reich Gottes unter den Menschen“. Zum Schluss bittet Erzbischof Lackner um das Gebet „für- und miteinander in diesem großen Anliegen“.

Foto: EDS/Kolarik

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