Goldenstein: Schule sucht Weg in Zukunft

 

Die Diskussionen um die Private Neue Mittelschule Goldenstein reißen nicht ab

 

ELSBETHEN. Während der Direktor mehr Schüler aufnehmen will als zulässig, bangen Eltern um Plätze. Die Augustiner Chorfrauen ringen um die beste Lösung für die Zukunft ihrer Schule. Ein möglicher Weg bringt die Erzdiözese Salzburg ins Spiel.

Es sind Auffassungsunterschiede über den anstehenden Umbau in Goldenstein, die Zeit kosten und derzeit die Wogen in der Flachgauer Gemeinde hochgehen lassen. Reicht ein Zubau aus – oder muss auch der Altbestand renoviert werden? Vier Augustiner Chorfrauen, sie führen die Schule, bevorzugen die erste Variante; die Erzdiözese Salzburg hält die zweite für notwendig.
Während es in dieser Causa in den vergangenen Jahren keine Einigung gab, nimmt Direktor Wolfgang Brudl weiterhin mehr Schülerinnen und Schüler auf, als von der Bildungsdirektion des Landes vorgegeben. „Deshalb musste im Sommer eine Fluchtstiege in den Hof als Provisorium installiert werden. Das Bundesdenkmalamt hat sie für ein Jahr bewilligt“, erklärt Anton Lettner. Er leitet das Amt für Schule und Bildung der Erzdiözese. „Goldenstein wurde angehalten, den Schülerstand zu verringern. Nun besteht die Gefahr, dass wieder zu viele Kinder aufgenommen werden“, warnt er. Die Erzdiözese sieht in Goldenstein eine Schule für Mädchen und Buben aus Elsbethen, Puch und Oberalm. Einen Mangel an Schulplätzen in der Stadt Salzburg brauche niemand zu befürchten, so Lettner. Dort gibt es ausreichend Neue Mittelschulen.

Trägerschaft muss solide sein


Die zuständige Kongregation in Rom hat eine päpstliche Kommission, der auch Erzbischof Franz Lackner angehört, eingesetzt. Sie soll der Klostergemeinschaft bei der Planung der Zukunft helfen. Weil die Gemeinschaft nur mehr vier Chorfrauen zählt, dürfen sie auch die Geschicke der Schule laut Kirchenrecht nicht mehr allein lenken.
Das Land Salzburg will für den notwendigen Umbau in Goldenstein jedenfalls nur dann öffentliche Gelder zuschießen, wenn die Trägerschaft gesichert und solide ist. Ob die Erzdiözese einspringt? Lettner: „Davor müssten wir die Rahmenbedinungen verhandeln und außerdem eine gemeinsame bauliche Planung für die Erweiterung und Sanierung der Schule finden.“

 

Foto: Am Gebäude muss einiges erneuert werden. Wie viel, darüber herrscht zwischen Goldenstein und Salzburg Uneinigkeit. Fest steht, dass die Neue Mittelschule vorerst die Schülerzahl reduzieren soll.
Foto: eds

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