Gründonnerstag & Karfreitag im Salzburger Dom

 

Fußwaschung am Gründonnerstag: Ehepaare und Vertreterinnen und Vertretern der Familienpastoral

 

SALZBURG (eds/2019-04-21) / Dieses Jahr haben am Gründonnerstag Ehepaare aus der Erzdiözese Salzburg, Eheseminar-Leiter, Familienassistenten, Vertreter des Referats für Ehe und Familie der Erzdiözese, des Katholischen Familienverbands, der Katholischen Frauenbewegung, der Katholischen Männerbewegung und der Woche für das Leben den Platz der Apostel eingenommen. In der feierlichen Liturgie erfolgte die Fußwaschung durch Familienbischof Franz Lackner. Die Fußwaschung sei ein priesterlicher Dienst, betonte Lackner in seiner Predigt: „Unser Wirken als Priester muss getragen sein von dieser demütigen Haltung.

Gründonnerstag

Das letzte Mahl Jesu mit seinen Jüngern steht im Zentrum dieses Tages. Die Kirche sieht darin die Einsetzung der Mahlfeier (also des Kerns der heiligen Messe) durch Jesus selbst. Das letzte Abendmahl verweist auch auf das himmlische Freudenmahl, das nach dem Tod auf die Menschen wartet.

Nach den Evangelisten feierte Jesus an diesem Tag mit seinen Jüngern ein letztes festliches Mahl in Jerusalem. Außerdem wird von der Fußwaschung, dem Gang auf den Ölberg und dem nächtlichen Gebet Jesu sowie seiner nächtlichen Gefangennahme berichtet.

Der Name leitete sich vermutlich vom mittelhochdeutschen Verb gronan (= weinen) ab. Das ist darauf zurückzuführen, dass der öffentliche Büßer (= Weinende) wieder in die Gemeinschaft aufgenommen wurde. Möglicherweise bezieht sich der Name auch auf die an diesem Tag getragenen grünen Messgewänder der Priester im Mittelalter.

Form der Feier und Brauchtum

Die Messfeier am Gründonnerstag findet in Anlehnung an das letzte Mahl statt. In diesem Gottesdienst wird die Fußwaschung als Ritus durch einen Priester nachvollzogen, und die Glocken läuten ein letztes Mal bis zum Auferstehungsgottesdienst in der Osternacht; der Volksmund sagt „sie fliegen nach Rom“. Ebenso lang schweigen die Orgeln.

Am Ende des Gottesdienstes wird das gewandelte, heilige Brot zu einem Seitenaltar gebracht und der Hauptaltar völlig abgeräumt.

In manchen Pfarren werden nach der Messe kleine gesegnete Brote ausgeteilt, die das letzte gemeinsame Mahl versinnbildlichen sollen.

Karfreitag

Am Karfreitag wird des Leidens und des Todes Jesu am Kreuz gedacht.
Hintergrund dazu bieten eine Reihe von Berichten der Evangelisten. Ausgehend von der Gefangennahme Jesu über Verhör und Verurteilung durch Pontius Pilatus, führt sein Weg zur Hinrichtungsstätte „Golgota“, zur Kreuzigung und zu seinem Tod um die neunte Stunde des Tages (entspricht 15 Uhr).

Form der Feier

Vielerorts wird um die Todesstunde Jesu in einem Kreuzweg-Gottesdienst der Leiden und des Todes Jesu gedacht. In einem abendlichen Wortgottesdienst besteht die Möglichkeit zur Kreuzverehrung. Der Karfreitag ist ein strenger Fasttag im Gedenken an die Leiden Jesu.

Fotos: Neumayr / Leo

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