"Hans-Walter Vavrovsky Dialogpreis" ausgelobt

 

Kirchliches Bildungszentrum St. Virgil vergibt im April Auszeichnung für Brückenschläge im Geist seines langjährigen Rektors - "Kirche muss offen sein, auch für Andersdenkende"

 

SALZBURG (kap - 11.1.2016) /Das Salzburger kirchliche Bildungszentrum St. Virgil hat im 40. Jahr seines Bestehens den "Hans-Walter Vavrovsky Dialogpreis" ausgelobt. Die neu geschaffene Auszeichnung wird am 30. April für Brückenschläge im Geist des langjährigen Rektors von Salzburg-St.Virgil und vielseitigen Kirchenmannes vergeben und ist mit 5.000 Euro dotiert; Einreichungen aus dem gesamten deutschsprachigen Raum sind noch bis spätestens 1. März möglich.

"Eine Kirche muss offen sein, auch für Andersdenkende, und eine Kirche, die offen ist, muss auch damit rechnen, dass sie Schwierigkeiten bekommt", erklärte Namensgeber Vavrovsky zur Auszeichnung. "Aber es gibt keine Alternative zum Dialog, der konstruktive Antworten auf die Herausforderungen der Zukunft im Blick hat.

"In weiterer Folge soll der Preis alle drei Jahre zu einem jeweils aktuellen thematischen Schwerpunkt an Projekte gehen, die dem Dialog in Kirchen und Gesellschaft dienlich sind. Gefördert werden sollen damit "eine Kultur der Offenheit, der Verständigung, der Begegnung, des gegenseitigen Respekts und gelingende Zukunftsgestaltung", wie das Bildungszentrum mitteilte. 2016 soll der Fokus auf innovativen, bereits umgesetzten Beiträgen von Menschen aus verschiedenen Religionen und Kulturen liegen, die ein friedvolles Zusammenleben fördern.

Beurteilt werden die eingereichten Projekte von einer hochkarätig besetzten Jury, der u.a. der katholische Publizist Heinz Nußbaumer, Prof. Franz Gmainer-Pranzl vom "Zentrum Interkulturell und Studium der Religionen" an der Uni Salzburg und die sozial engagierte frühere Landespolitikerin Doraja Eberle angehören.

Prälat Hans-Walter Vavrovsky beging im Sommer 2014 seinen 70. Geburtstag u.a. mit einer Feier im Bildungszentrum St. Virgil, dessen Leitung er seit über 30 Jahren innehat. Der am 21. August 1944 in Seekirchen geborene Spross einer Anwaltsfamilie nimmt in der Erzdiözese Salzburg eine Vielzahl weiterer verantwortungsvoller Funktionen wahr: 2011 wurde er zum Domdechant gewählt und stand dem Salzburger Domkapitel - dem er seit mehr als einem Vierteljahrhundert angehört - bis vor rund einem Monat vor. Darüber hinaus ist der Schüler Joseph Ratzingers, des späteren Papstes Benedikt XVI., u.a. in der Stiftung "Pro Oriente", im Salzburger Presseverein sowie im Katholischen Hochschulwerk aktiv.

Informationen www.vavrovsky-dialogpreis.at

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