Haus Franziskus der Caritas Salzburg eröffnet im Herbst

 

Notschlafstelle, Beschäftigungsprojekt und Logistikzentrum unter einem Dach

 

Erzbischof Franz Lackner und Caritasdirektor Johannes Dines

SALZBURG (eds/caritas - 4.8.2016) /Mit dem Haus Franziskus eröffnet die Caritas Salzburg im Herbst ein Haus, in dem bis zu 70 obdachlose Menschen übernachten können, Langzeitarbeitssuchende 50+ einen Arbeitsplatz bekommen und Menschen in akuten Notlagen mit Kleidung und Lebensmitteln versorgt werden können. Der Großteil der Errichtungskosten kommt aus Eigenmitteln der Caritas Salzburg. Unterstützt wird das Projekt auch von Stadt und Land Salzburg. Mit der Aktion „Salzburg legt Herz und Hand an“ werden noch Spenden für die Fertigstellung und den Fortbestand des Hauses gesammelt. Erzbischof Franz Lackner setzt ein Zeichen und unterstützt das jüngste Projekt der Caritas Salzburg, um Menschen in schweren Zeiten Hilfe und Menschlichkeit zu schenken.

Erzbischof Franz Lackner: “Als Franziskaner freue ich mich besonders, dass es das Haus Franziskus gibt. Denn schon der hl. Franziskus hat gesagt: „Der Herr hat mich zu den Armen geschickt." Dieses Haus kommt zu den Armen und Obdachlosen. Bitte unterstützen Sie dieses Werk der Barmherzigkeit!“

Caritas Direktor Johannes Dines: „Mit dem Haus Franziskus wollen wir - ganz im Sinne der Nächstenliebe - Menschen in akuten Not- und Krisensituationen eine Dach über dem Kopf sowie eine Versorgung mit dem Notwendigsten zukommen lassen. Rechtzeitig vor dem Winter können wir viele Leistungen für Menschen in schwierigen Lebenslagen unter einem Dach bündeln und so noch effizienter helfen. Ich wünsche mir, dass unser Haus Franziskus ein Ort der Menschlichkeit und Geborgenheit für jene wird, die sonst am Rande der Gesellschaft leben“.
Den Namen erhielt das Haus in Anlehnung an Papst Franziskus, der sich immer wieder deutlich für eine Kirche der Armen ausspricht. Mittellose und obdachlose Menschen, „die zum verletzlichsten Teil der Gesellschaft gehören“ liegen dem Papst besonders am Herzen.

Ein Ort der Nächstenliebe in schweren Zeiten

In der Anton-Graf-Straße 4 finden zukünftig bis zu 70 obdachlose Menschen für die Nacht eine Unterkunft, einen Schlafplatz, Verpflegung und medizinische Versorgung.
Der Caritas ist es damit gelungen, eine dauerhafte Lösung zu finden. Gleichzeitig können damit die bisherigen stark sanierungsbedürftigen Notschlafstellen aufgelassen und in einem Gebäude gemeinsam betreiben werden . Besonders erfreulich ist, dass für akute Notlagen auch zwei Familienzimmer zur Verfügung stehen.
Eine Küche, sanitäre Anlagen und ein Wäscheraum stehen allen Übernachtungsgästen zu Verfügung, medizinische Versorgung wird durch das Team des Virgilbusses angeboten.
Das zusätzlich im Haus Franziskus integrierte Logistikzentrum gewährleistet die reibungslose Verteilung von Hilfsgütern und Sachspenden an Bedürftige und dient als Drehscheibe bei Katastrophen. Hier werden bereits ab Mitte August Sach- und Kleiderspenden von Privatpersonen bzw. Unternehmen angenommen, sortiert und an bedürftige Menschen in Caritas Einrichtungen oder an die vier carla Second--Hand Shops der Caritas in Maxglan, Aigen, Lehen und St. Johann in Tirol weiterverteilt. Langzeitarbeitssuchende Menschen über 50 finden im Logistikzentrum im Rahmen eines AMS Projektes einen Transitarbeitsplatz, der einen (Wieder-)einstieg ins reguläre Arbeitsleben erleichtern soll.

Salzburg legt Herz und Hand an

Zahlreiche SalzburgerInnen und Salzburger, auch prominente Persönlichkeiten aus setzen sich für das Caritas Projekt ein. Ein Unterstützer der ersten Stunde ist Erzbischof Franz Lackner.
Am Haus Franziskus „mitbauen“ und es einrichten helfen, kann aber jeder, der Haltung zeigen und einen Beitrag für Menschen in Not leisten möchte. Dabei zählt jeder Cent. Verschieden große „Bausteine“ unterstreichen die Philosophie des Hauses Franziskus: „Gemeinsam mit vereinten Kräften Not lindern!“
Für z.B. 10 Euro im Monat kann der die SpenderIn zum/zur Cartias Notquartierunterstützerin werden, 100 Euro sichern einen Schlafplatz für einen obdachlosen Menschen ein Monat lang. Mit einer „Communityspende“ - also einer Sammelspende von mehreren Personen - ab 3.000 Euro kann z.B. einem Schlaf- oder Gemeinschaftsraum der Name gegeben werden.
Nähere Informationen unter www.caritas-salzburg.at/franziskus

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