Heiliger Nikolaus

 

Am 6. Dezember ist der Gedenktag des heiligen Nikolaus von Myra.

 

Am 6. Dezember ist der Gedenktag des heiligen. Geboren wurde der spätere Bischof von Myra um 280 in Patara in Lykien in der heutigen Türkei. Seine Eltern starben an der Pest - so besagt es die Legende. Nikolaus erbte ihr Vermögen und verteilte es an Arme. Er wurde bereits mit 19 Jahren von seinem Onkel zum Priester geweiht, schließlich wurde er Abt des Klosters Sion nahe Myra, dem heutigen Demre, rund 100 Kilometer südwestlich von Antalya. Er starb um das Jahr 350. Im 11. Jahrhundert wurden seine Gebeine nach Bari in Süditalien gebracht.

Das Verteilen von Geschenken am Vorabend des Nikolaustages gründet auf den vielfältigen Legenden über den Heiligen. Nach einer davon erweckte Nikolaus drei ermordete Schüler wieder zum Leben. Einer anderen Legende nach schenkte er drei Mädchen heimlich Gold für die Aussteuer, um sie vor der Tempelprostitution zu retten.

Nikolaus gilt in der Volksfrömmigkeit als Helfer in fast allen Nöten. Er ist Schutzpatron der Reisenden, der Seeleute und vor allem der Kinder und Schüler, der Mädchen und Frauen. Diese Schutzfunktion zeigt sich auch in den Nikolausfeiern am Abend des 5. Dezember, wenn in vielen Haushalten ein als Bischof verkleideter Mann die Kinder danach befragt, ob sie im vergangenen Jahr brav gewesen sind. Diese Frage geht auf eine Bibelstelle zurück, die häufig zum Nikolausfest gelesen wurde: das Gleichnis von den anvertrauten Talenten (Matthäusevangelium 25,14-23). Im 14. Jahrhundert entstand der Brauch des „Bischofsspiels“ in Klosterschulen, wo ein Schüler für einen Tag als „Bischof“ fungieren durfte. Seit 1555 ist Nikolaus als Gabenbringer für Kinder belegt.

Nikolaus ist einer der beliebtesten Heiligen, nicht nur in der katholischen, sondern vor allem in der orthodoxen Kirche.

 

 

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