Im Zeichen der Gottesmutter

 

Drei Museen an vier Standorten widmen sich dem Thema „Maria“

 

SALZBURG (eds-13. 5. 2019) / Der Mai gilt kirchlich traditionell als Marienmonat. Die Gottesmutter wird in der christlichen Spiritualität als Sinnbild für die lebensbejahende Kraft des Frühlings und seine überbordende Fruchtbarkeit verstanden. Die besondere Verehrung Mariens blickt auf eine lange Tradition zurück. Bereits im Mittelalter wurden Maifeste heidnischen Ursprungs christlich umgedeutet. Die Maiandachten kamen als Frömmigkeitsform des Barock in rheinischen und fränkischen Diözesen als Bittandacht um gute Witterung auf. Sie stehen in der Tradition einer spätmittelalterlichen Passionsfrömmigkeit, dem „geistlichen Mai“. Ab dem 19. Jahrhundert erhielten diese Frömmigkeitsformen marianische Prägung. 

Im Mai starten im Land Salzburg vier Ausstellungen zu Ehren der Gottesmutter. Im Raum „Kathedrale der Wünsche“ (Bild) der Schau im Salzburger Monatsschlössl wird im bunten Bilderreigen die Marien-Verehrung in den verschiedenen Wallfahrtsorten gezeigt. Wie bei den Glasfenstern gotischer Kathedralen springen die Botschaften der hinterleuchteten Andachtsbildchen auf die Besucherinnen und Besucher über. Das Bergbau- & Gotikmuseum Leogang, das Museum Schloss Ritzen Saalfelden und das Salzburg Museum (Volkskunde Museum und Neue Residenz) zeigen einen Querschnitt durch die szenische und figurale Darstellung der Muttergottes.

Die Sonderausstellung im Salzburg Museum Neue Residenz versammelt vor allem qualitativ herausragende Kleinplastiken.
Ausstellung: bis 30. Juni.

Den Ausgangspunkt der Ausstellung „Maria – Andacht und Zuflucht“ im Volkskunde Museum im Hellbrunner Monatsschlössl in Salzburg bildet die umfangreiche private Andachtsbildchen-Sammlung von Ingrid Loimer. 
Ausstellung: bis 3.November. 

In der Ausstellung „Ein Fest für Maria“ im Saalfeldener Museum Schloss Ritzen stehen Traditionen und Bräuche rund um die Marien-Feiertag ebenso im Mittelpunkt, wie die unterschiedlichen Marian-Darstellungen seit dem 18. Jahrhundert.
Ausstellung: bis 29. Februar.

Unter dem Titel „Schöne Madonnen # Salzburg. Gusstein um 1400.“ werden im Bergbau- und Gotikmuseum Leogang rund 30 Darstellungen der jungen Muttergottes aus Steinguss und Gussstein aus Salzburg gezeigt.
Ausstellung: 25. Mai–31. Oktober.   

Foto: Unbekannt, Fatima-Jubiläum 1917–1967, 1976, Faltblatt, Ausstellungsort: Volkskunde Museum 

Foto: RB/Salzburg Museum/Fotomontage Fritz Pürstinger 

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