In der Spur Jesu

 

Begegnung mit Orden und Gemeinschaften – Frage nach der eigenen Berufung

 

SALZBURG (eds-sk 27.5.2019) / Quer durch die Stadt Salzburg zu verschiedenen Orten und unterschiedlichen Gemeinschaften pilgern. Zu diesem besonderen Begegnungstag hatten die Referate für Ehe und Familie und Berufungspastoral in der Erzdiözese Salzburg eingeladen. Mit im Gepäck war immer die Frage nach der eigenen Berufung und dem eigenen Weg mit Gott.

Ein Blick ins Priesterseminar 

Treffpunkt für den Start in den Tag war das Salzburger Priesterseminar. Hier bereiten sich seit 1699 junge Männer auf das Priesteramt vor. Seminarist Rupert Santner begrüßte die Gruppe und lud sie spontan zu einer Maiandacht in der Hauskapelle ein.

Auf die Nachfrage nach seinem eigenen Weg gestand Santner mit einem verschmitzten Lächeln: „Eigentlich war ich immer ein Problemkind!“. Für ihn sei klar, dass die Fragen: „Wo ist mein Platz im Leben? Wo gehöre ich hin?“ nicht nur, aber gerade junge Menschen umtreiben. Das eigene Leben müsse wie bei ihm selbst, nicht immer geradlinig sein, vielmehr gehe es um die Bereitschaft Neues auszuprobieren, Ausdauer zu zeigen und sich den immer neuen Herausforderungen zu stellen. „Für mich ist Berufung eine Einladung und sie geht jeden und jede etwas an, nicht nur jene, die ihren Platz in der Kirche als Priester oder im Ordensleben finden.“

HOME Mission Base – der eigenen Berufung nachspüren

Die zweite Station führte danach ins Bärengäßchen zur HOME Mission Base. Das Begrüßungsdoppel mit Sandra und Daniela gab ein eindrucksvolles Zeugnis von ihren Wegen zu Gott. Beide betonten: „Jeder erfüllende Beruf kann Berufung sein.“ In der Mission Base gehe es daher ganz bewusst um die Fragen nach den eigenen Begabungen, die von Gott geschenkt sind. Die jungen Frauen sind überzeugt: „Jesus ruft jeden Menschen, Freude im Leben zu finden. Es ist wichtig, der eigenen Berufung nachzuspüren und zu entdecken, was Gott mit mir vorhat. Wer sich darauf einlässt, der wird auch auf Antworten stoßen, die die eigene Berufung ermöglichen und tragen“.

Ewigkeit und reiche Geschichte im Stift Nonnberg

Nach einem kurzen Boxenstopp in der neuen Dombuchhandlung ging es schließlich zu den Benediktinerinnenstift auf den Nonnberg. An der Pforte empfing Schwester Miriam die Gruppe. Im ältesten Frauenkloster Europas ist die Ewigkeit und das reiche Erbe der Gemeinschaft schon nach dem ersten Schritt in den Stift förmlich zu spüren. Die Schwester erzählte aus ihrem Leben und von der tiefen Überzeugung, für sich mit dem Ordensleben die richtige Wahl getroffen zu haben. Sr. Miriam berichtete aber auch von ihren Zweifeln zu Beginn ihres Weges. Über verschlungene Klosterwege führte sie die Besucherinnen und Besucher dann in die Johanneskapelle und in die Klosterkirche, dabei immer die Geschichte des Klosters im Blick. Beim Läuten der Glocke zum Gebet, musste sich die Schwester verabschieden – nicht ohne ein spontanes „Selfie“ im Klostergarten.

Der intensive Tag brachte viele Erkenntnissen und Begegnungen. Das Fazit einer Teilnehmerin ist ermutigend: „So unterschiedlich die Menschen an ihren Orten auch sein mögen, eines ist klar, Gott ruft uns in welcher Weise auch immer: Das kann in Gesprächen mit anderen Menschen sein, durch Erfolge oder Enttäuschungen, in Begegnungen oder besonderen Ereignissen.“

Fotos: Begegnungen und Austausch mit Gemeinschaften und Orden. / Fotos: Erzdiözese Salzburg/S. Kranzinger

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