„Kardinal König Kunstpreis“ für Steirerin Angelika Loderer

 

Die Erzdiözese Salzburg zeichnet die Künstlerin für ihre Arbeit „Poems to Gadgets“ aus

 

SALZBURG (eds/kap-17. 10. 2019) / Der „Kardinal König Kunstpreis“ geht heuer an die gebürtige Steirerin Angelika Loderer. Die in Wien lebende und arbeitende bildende Künstlerin erhält die Auszeichnung für ihre Arbeit „Poems to Gadgets (Icicles)“. Das hat der Kardinal König Kunstfonds der Erzdiözese Salzburg bekannt gegeben. Der Preis wird alle zwei Jahre an Künstler unter 40 Jahren vergeben und ist mit 11.000 Euro dotiert.

Der Jury lagen heuer Nominierungen von 20 Künstlern aus Österreich, Deutschland, Südkorea, Rumänien und China vor. Entschieden hat sie sich für die 1984 in Feldbach geborene Loderer. In der prämierten Arbeit – einem Ensemble von balancierenden Metallstangen mit seltsamen Kopfformen – macht Loderer laut Jury flüchtige Vorgänge zugleich sichtbar und haltbar: In Wasser getauchte Stäbe und Formen gefrieren durch Kälteeinwirkung, dann werden diese Eiszapfen in einem komplizierten Verfahren als Hohlformen in Messing gegossen.

Wörtlich heißt es in der Jury-Begründung: Loderers „Affront gegen das Gewohnte zeigt sich in den ungewöhnlichen Material- und Formverbindungen, die sowohl mit der Geschichte der geometrischen Abstraktion wie auch mit jener des organisch Expressiven ihr Spiel treiben. Das Spannungsverhältnis zwischen dem Sichtbaren und Unsichtbaren, dem Fragilen und dem Stabilen durchzieht ihr Werk ebenso wie die prekäre Balance zwischen dem präzise Planbaren und dem Unvorhersehbaren und Zufälligem.“

Verliehen wird der Kardinal König Kunstpreis am 27. November im Bildungszentrum St. Virgil in Salzburg. Die Auszeichnung ist zugleich die Eröffnung einer Ausstellung mit Werken aller 20 nominierten Künstler. Die Ausstellung ist bis 29. Jänner 2020 zu sehen. Info: www.kardinalkoenig-kunstpreis.at

Foto1: Preisträgerin Angelika Loderer. / Foto1: Julian Mullan

Foto2:  Poems to Gadgets (Icicles), 2018, Messing, Metall, Ausstellungsansicht: Grazer Kunstverein, 2018. / Foto2: kunst-dokumentation.com 

 

 

 

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