Kirche als Kulturträger

 

Bauämter aller neun Diözesen derzeit auf Fachmesse für Denkmalpflege vertreten

 

SALZBURG (eds- 28. 01.2016) / Die Bauämter aller neun österreichischen Diözesen sind derzeit auf der „Monumento” Fachmesse für Denkmalpflege vertreten. An einem gemeinsamen Stand repräsentieren sie die Katholische Kirche Österreich mit deren Sakralen Denkmälern.  

Die römisch-katholische Kirche in Österreich erhält 15.716 unter Denkmalschutz stehende Objekte, davon sind 4.634 Kirchen, 1.756 Pfarrhöfe, 584 Ordensgebäude, 4.058 Kapellen, 2.373 Bildstöcke, 1.974 Friedhöfe und 337 sonstige Objekte. „Mit einem Anteil von 41 Prozent der Denkmalobjekte in Österreich ist die Kirche der größte Eigentümer“, informiert Harald Gnilsen, Leiter des Bauamtes der Erzdiözese Wien. „Deshalb ist es uns ein Anliegen, bei der Fachmesse präsent zu sein, um Fachgespräche zu führen, neue Technologien kennenzulernen und Kontakte zu knüpfen“, so Gnilsen weiter.  

Ein besonders schöner Aspekt der Teilnahme an der Fachmesse sei die gute Kooperation aller kirchlichen Bauämter untereinander, zeigen sich Harald Gnilsen und Bauamtsleiter der Erzdiözese Salzburg, Erich Rieger, überzeugt. Der interne Austausch sei auch in Fragen der Denkmalpflege wichtig und Grundstein des guten Vertrauensverhältnisses, betont Gnilsen.  

Kirche als Kulturträger denke nachhaltig, erklärt Rieger: „ In all unseren Unternehmungen schauen wir auf die Qualität, auch für die Zukunft. Wir denken langfristig – das macht es zwar nicht einfacher, aber interessanter.“   Blickfang des Ausstellungsstandes der Diözesen auf der Fachmesse ist ein 2,74 Meter hohes maßstabgetreues Modell (1:50) des Südturms des Wiener Stephansdoms aus Lindenholz. Martin Sieger vom Bauamt der Erzdiözese Wien hat dieses in einer Bauzeit von acht Jahren gefertigt. Zudem zeigen die Bauämter die unterschiedlichsten Herausforderungen in der sakralen Denkmalpflege auf: Mit den Themenschwerpunkten „Großstadtkirchen“,“ Kirche in Landschaft“, „Stille und Entschleunigung“, „Pastorale Dimension“, „Wand und Gewölbemalereien“, „Kirche und Kunst“, „Glaubensvermittlung“, „Moderne“ werden aus allen neun Diözesen konkrete Projekte vorgestellt.  

Besondere Freude bereitete auch der im Rahmen der Fachmesse verliehene „Österreichische Denkmalpflegepreis 2015“, den Steinmetzmeister Wolfgang Ecker aus Traiskirchen für die Kreuzblume für die Pfarrkirche Breitensee in Wien gewann. Auftraggeber des Projektes ist das Bauamt Erzdiözese Wien.    

Fotos: Vertreter aller neun Diözesen auf der „Monumento“ Fachmesse für Denkmalpflege in Salzburg. Fotos: EDS

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