Kirchenbeitragszahler sichern Seelsorge

 

53,5-Millionen-Euro-Budget beschlossen. Weniger Kirchenaustritte im Tiroler Teil der Erzdiözese.

 

 

 

SALZBURG (eds-9. 1. 2019) / In seiner jüngsten Sitzung genehmigte der Diözesankirchenrat der Erzdiözese Salzburg einstimmig das Budget 2019, das mit 53,5 Millionen Euro ausgeglichen erstellt ist. 2018 waren es 52,1 Millionen Euro. Das entspricht einem Anstieg von 2,6 Prozent.
4864 Personen haben im vergangenen Jahr die katholische Kirche in der Erzdiözese verlassen. Die Zahl der Kirchenaustritte im Tiroler Teil der Erzdiözese ist hingegen gesunken.

Kirchenbeitragseinnahmen konstant

„Ich danke den Kirchenbeitragszahlern für ihr Vertrauen und ihre solidarische Unterstützung“, betont Finanzkammerdirektor Cornelius Inama. 88 Prozent der Einnahmen (47,1 Millionen Euro, 2018: 45,9 Millionen Euro) kommen von den 300.000 Kirchenbeitragszahlern, die damit die Seelsorge und Erhaltung der kirchlichen Gebäude in den 210 Pfarrgemeinden der Erzdiözese sichern.
Bis 2021 sollen 2,5 Millionen Euro eingespart werden, um auch weiterhin ein ausgeglichenes Budget gewährleisten zu können. Über inhaltliche Weichenstellungen entscheidet dabei der Erzbischof mit dem Konsistorium, in dem die Erzdiözese in ihrer Vielfalt repräsentiert ist. „Dies erfolgt im intensiven Austausch mit den unterschiedlichen Beratungsgremien wie dem Pastoralrat. Oberstes Prinzip dabei ist: Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind unsere wertvollste Ressource“, betont Erzbischof Franz Lackner. Rund 900 Personen – Priester, Diakone und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in den verschiedenen kirchlichen Arbeitsfeldern – werden durch den Kirchenbeitrag gänzlich oder teilweise finanziert. Die Personalkosten werden sich auf 30,75 Millionen Euro belaufen.

Zahlreiche Renovierungen notwendig

Im Vergleich zu 2018 (5,7 Millionen Euro) wurde das Baubudget 2019 auf 5,75 Millionen Euro erhöht. Rund 700 Kirchen und kirchliche Gebäude gehören zur Erzdiözese. „Insgesamt sind 182 Bauansuchen aus Pfarren und diözesanen Einrichtungen eingelangt“, sagt Inama. So sind Finanzmittel für Kirchenrenovierungen u. a. in Bischofshofen (Filialkirche Buchberg), Bad Hofgastein, Elixhausen, Filzmoos, Großarl, Lamprechtshausen (Filialkirche Arnsdorf), Salzburg-Lehen, Maishofen, Muhr, Rußbach, St.-Johannes-Kirche (Landeskrankenhaus), St. Michael und St. Vitalis bereitgestellt. Zudem werden Sanierungen in der Franziskanerkirche und im Stift St. Peter unterstützt.

Renoviert werden die Pfarrhöfe bzw. Pfarrheime Bergheim, Bucheben, Salzburg-Gneis, Salzburg-Itzling und Saalbach-Hinterglemm. Der Pfarrhof in Fuschl wird neu gebaut.

Weitere Gebäude: Bildungshaus St. Virgil, Bildungszentrum Borromäum, Caritas-Zentrale (Neubau), Christkönig Kolleg, Bischofshaus, Domherrenhaus, Kapitelsaal, Mirabellplatz 5, Pfarrkindergarten Herrnau, Pfarrkindergarten Uttendorf, St. Elisabeth Notschlafstelle. 

Katholikenzahlen

Im Jahr 2018 haben insgesamt 4864 Personen die katholische Kirche in der Erzdiözese verlassen, das ist ein Anstieg um 34 Personen im Vergleich zu 2017 (4830). Hingegen traten im Vorjahr 486 (2017: 506) Personen neu oder wieder in die katholische Kirche ein. Im Vorjahr widerriefen weiters 26 Personen ihren Austritt aus der katholischen Kirche.

Die Gesamtzahl der Katholiken (u. a. Taufe, Zuzug, Todesfälle…) in den 210 Pfarrgemeinden der Erzdiözese ist im Vergleich zu 2017 (468.646) um 3937 auf 464.709 zurückgegangen.

Im Salzburger Teil der Erzdiözese gibt es zum Stichtag 31. 12. 2018 insgesamt 335.447 (2017: 338.418) Katholiken, also im Vergleich um 2971 weniger als im Jahr 2017. Die Zahl der Austritte stieg von 3506 (2017) um 144 auf 3650 an, die Zahl der Eintritte verringerte sich von 385 (2017) auf 347.

Weniger Kirchenaustritte in Tirol

Im Tiroler Teil der Erzdiözese sind im Jahr 2019 Finanzmittel für folgende Kirchenrenovierungen bereitgestellt: Breitenbach, Ebbs, Erl, Thierbach und Wörgl.
Saniert bzw. renoviert werden die Pfarrhöfe bzw. Pfarrheime in Alpbach, Brixlegg und Oberau.
Das gesamte Baubudget der Erzdiözese Salzburg umfasst 5,75 Millionen Euro. 

Die Zahlen vom Tiroler Teil der Erzdiözese Salzburg: In den 63 Pfarren gibt es zum Stichtag 31. 12. 2018 insgesamt 129.121 (2017: 130.126) Katholiken, also im Vergleich um 1005 weniger als im Jahr 2017. Die Zahl der Austritte sank von 1324 (2017) auf 1214, die Zahl der Eintritte erhöhte sich von 121 (2017) auf 139.

 


Foto: Finanzkammerdirektor Cornelius Inama

Foto: Erzdiözese Salzburg

 

 

 

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