Klimaerwärmung: Es ist schon fast zu spät

 

Auf unserer Erde wird es zu heiß – für Pflanzen, Tiere und Menschen. Deshalb muss der Ausstoß der Treibhausgase begrenzt werden. Dazu will auch die Kirche beitragen.

 

SALZBURG (eds-15. 10. 2019) / Das Land Salzburg möchte deshalb bis zum Jahr 2050 ein klimaneutrales, energieautonomes und nachhaltiges Bundesland werden. Auf dem Weg dorthin wurden ambitionierte Zwischenziele für die Jahre 2020, 2030 und 2040 fixiert. Die sind im „Masterplan Klimaschutz und Energie 2020“ festgeschrieben: minus 30 Prozent bei den Treibhausgasen und 50 Prozent Anteil an erneuerbarer Energie. Das wird im kommenden Jahr nicht erreicht werden, schilderte Gunter Sperka, der Klimaschutzkoordinator des Landes Salzburg, beim Gesprächsabend „klimaWANDeln“ vergangene Woche in St. Virgil. Der Grund: „Allzu lange wurde dem Thema Klimaschutz – weltweit – nicht die Bedeutung zugemessen, die eigentlich nötig ist. Das hat sich mittlerweile in Salzburg geändert: Bis 2030 sollen die Treibhausgase gegenüber 2005 um die Hälfte verringert werden und knapp zwei Drittel der verbrauchten Energie aus erneuerbaren Quellen stammen. „Das können wir nur mit vereinten Kräften erreichen. Dafür brauchen wir starke Partner. Auch die Salzburgerinnen und Salzburger sollen mit ins Boot“, wünscht sich der für Umweltfragen zuständige Landeshauptmann-Stellvertreter Heinrich Schellhorn. 

Erzdiözese und Land Partner beim Klimaschutz

St. Virgil und die Erzdiözese sind solche 2050-Partner des Landes Salzburg. Finanzkammerdirektor Cornelius Inama sieht die Erzdiözese sogar als eine Einrichtung mit Beispielcharakter für andere. Immerhin ist sie für rund 700 Gebäude, – 320 Kirchen, 220 Pfarrhöfe und Nebengebäude –, etwa ein Drittel aller im Land Salzburg unter Denkmalschutz stehenden Gebäude verantwortlich. Die prägen nicht zuletzt die Ortszentren, ja unsere Kulturlandschaft, sagt Inama: „Wir stehen mit diesen Gebäuden vor der riesigen Herausforderung der Erhaltung – diese auch zukunftstauglich und nachhaltig zu tun, dafür brauchen wir Experten.“ Dieses Fachwissen stamme auch aus der Partnerschaft mit Salzburg2050, ist Inama dankbar.

Die bekannte Klimaforscherin an der Universität für Bodenkultur Wien, Helga Kromp-Kolb, machte klar, dass die Menschheit am Scheideweg steht und „wir uns jetzt entscheiden müssen: Klimaschutz ja oder nein. Ein bisschen das Klima schützen, das gibt es nicht.

Foto v. l. n. r.: Gemeinsam gegen den Klimawandel: Jakob Reichenberger St. Virgil), LH-Stv. Heinrich Schellhorn, Umweltpsychologin Isabella Uhl, Klimaforscherin Helga Kromb-Kolb, Gunter Sperka, Umweltbeauftragte Kathrin Muttenthaler und Finanzkammerdirektor Cornelius Inama (beide Erzdiözese). Foto: Erzdiözese Salzburg (eds)

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