Klimawandel macht nicht an Landesgrenzen halt

 

Erzbischof Franz Lackner ruft in seinem Hirtenbrief zur Aktion „Sei so frei“ zur Unterstützung der Bauern in Mosambik auf

 

SALZBURG (eds-6.12.2019) / Die Worte des Salzburger Erzbischofs werden am dritten Adventsonntag in Pfarren der Salzburger Erzdiözese verlesen.

„Gemeinsames Haus“ betrifft alle

Mosambik wurde allein 2019 bereits von zwei schweren Wirbelsturmkatastrophen heimgesucht. Hilfsorganisationen und die Kirche warnten mehrmals vor drohenden Hungersnöten. „Wir wissen, dass Veränderungen des Wetters und des Klimas nicht vor den Grenzen der Kontinente oder einzelner Länder haltmachen. Was in unserem ‚gemeinsamen Haus‘ passiert, betrifft alle“, gibt Lackner zu bedenken.

„Hilfsbereitschaft im Süden der Erzdiözese hat mich beeindruckt“

Auch in der Erzdiözese sei es vor kurzem zu extremen Unwettern gekommen, sagt Lackner. „Wir haben Bilder in den Nachrichten gesehen, die wir hier bei uns nicht für möglich gehalten hätten. An manchen Orten haben Menschen ihr Zuhause, ihr Hab und Gut verloren. All ihnen möchte ich mit den Worten der heutigen ersten Lesung zum dritten Adventsonntag ganz besonders mein Mitgefühl und meine Verbundenheit im Gebet ausdrücken: ‚Sagt den Verzagten‘, heißt es bei Jesaja (35,4), ‚habt Mut, fürchtet euch nicht!‘ Was mich beeindruckt hat, ist die große Hilfsbereitschaft in unserem Land für die Betroffenen. So viele haben mitgeholfen und unterstützt. Einen großen Dank dafür!“

Weltkirche heißt Verbundenheit in der Nächstenliebe

Im Sinne der Weltkirche gelte es auch den Blick zu weiten, erklärt Lackner: „Als Zeichen dieser Verbundenheit im Geiste der Nächstenliebe möchte ich in diesem Advent den Blick auf Mosambik richten. Im März dieses Jahres hat ein Wirbelsturm große Teile dieses armen Landes im Südosten Afrikas zerstört. Kurz vor der Ernte haben verheerende Regenfälle und wochenlange Überflutungen die Lebensgrundlagen ganzer Regionen zerstört. Das Essen ist noch immer knapp. Hilfslieferungen sichern das Überleben.“

 Lackner an Menschen in Mosambik: „Haltet geduldig aus“

„Sei So Frei“ und die Partnerorganisation „Esmabama“ unterstützen die Menschen in Mosambik darin, sich bald wieder selbst versorgen zu können. Konkret verschafft die Aktion etwa Bauern mit Saatgut, Werkzeugen sowie Kleintieren und schult die Betroffenen in landwirtschaftlichen Kursen. So werde eine lebenswerte Zukunft möglich. Der Schwerpunkt liegt auf der Region Sofala. „Unterstützen wir gemeinsam diese Aktion der Nächstenliebe, dann können wir die Menschen in Mosambik mit den Worten der heutigen zweiten Lesung (Jak 5,7) bestärken: ‚Brüder, haltet geduldig aus […] wartet auf die kostbare Frucht der Erde‘“, ruft der Salzburger Erzbischof in seinem Hirtenwort zu Hilfeleistungen auf.

 

Die „Sei so frei“-Sammlung wird österreichweit in Pfarren und Ordenshäusern am zweiten und dritten Adventsonntag durchgeführt. Die Aktion hat seit ihrer Gründung im Jahre 1958 jährlich über 150 Projekte in Afrika und Lateinamerika unterstützt, mit einem finanziellen Gesamtvolumen von über fünf Millionen Euro. Schwerpunktländer sind u.a. Bolivien, Brasilien, Peru, Guatemala, Kenia, Kolumbien, Nicaragua, Tansania und Uganda.

22 Euro kostet etwa das Werkzeug für die tägliche Feldarbeit für eine Familie, rechnet die Initiative auf ihrer Homepage vor. Wer einer Familie eine Ziege und einen Kurs für Tierhaltung finanzieren will, kann mit 70 Euro helfen. Um 900 Euro kann ein ganzes Dorf (rund 40 Familien) mit Saatgut versorgt werden.

 

Mehr zur Aktion: http://www.seisofrei.at/
Foto: eds

 

 

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