Klinikum Schwarzach feiert 175-jähriges Jubiläum

 

Mit einem Festakt hat das Salzburg Kardinal Schwarzenberg Klinikum in Schwarzach kürzlich sein 175-jähriges Bestehen gefeiert

 

SCHWARZACH (eds-20.8.2019) / Bis heute werde das Ordensspital in der Tradition der Barmherzigen Schwestern geführt und habe sich seit seiner Gründung 1844 zu einem Wirtschaftsmotor für den gesamten Pongau entwickelt, hieß es in einer Aussendung des Klinikums. Das zweitgrößte Krankenhaus in Salzburg mit mehr als 1.500 Mitarbeitern biete neben einem medizinischen Leistungsspektrum auch "zuwendungs- und würdevolle, ganzheitliche Betreuung" an, so Sr. Katharina Laner, Geschäftsführerin des Klinikums.

"Unser Klinikum steht als Ordensspital – ganz in der Tradition seiner Gründung vor 175 Jahren – neben seinem medizinischen Leistungsspektrum besonders auch für zuwendungs- und würdevolle, ganzheitliche Betreuung", informierte Sr. Katharina. Im Krankenhaus gebe es immer wieder schwierige Situationen, "die neben ärztlicher Kunst auch andere Antworten erfordern – deshalb ist uns das seelsorgliche Angebot besonders wichtig".

Die Wurzeln des Ordensspitals gehen auf das Jahr 1844 zurück, als sieben Ordensfrauen in einem ehemaligen Missionshaus, das vom Fürsterzbischof Kardinal Friedrich Schwarzenberg adaptiert wurde, ihren Dienst aufnahmen. Die Schwestern, die im Geiste des Heiligen Vinzenz von Paul und der Heiligen Luise von Marillac standen, hatten den Auftrag, kranke und verletzte Menschen zu versorgen.

Im Jahr 1876 wurde den Schwestern der gesamte Besitz übergeben. Seitdem wurde das Ordensspital kontinuierlich ausgebaut, etwa im Zuge des Baus der Giselabahn zwischen Salzburg und Tirol, dem Ende des Zweiten Weltkriegs und nach dem Großbrand im Jahr 1981. Seit 1958 verfügt das Haus über eine eigene Krankenpflegeschule und sei 2014 über ein eigenes "Kinderspital".

Noch heute leben zwölf Schwestern des Ordens in Schwarzach. Einige von ihnen sind im Krankenhaus tätig, beispielsweise in der Leitung des Hauses, oder in der Krankenhaus-Seelsorge.

Ordensspitäler auch heute noch zeitgemäß

Ordensspitäler seien auch heute noch zeitgemäß, betonte Sr. Laner in einem Interview für die "Salzburger Nachrichten" (Montag). "Die Intention des heiligen Vinzenz war, dem Nächsten zu dienen aus Liebe zu Gott. Das haben die Schwestern weitergegeben, und wir haben das vor über 20 Jahren gemeinsam mit den Mitarbeitern in ein Leitbild gegossen", so die Ordensfrau.

Für die kommenden Jahre sind ein Neubau sowie die Komplettüberholung der fast 30 Jahre alten OP-Säle geplant. Wenn diese Arbeiten 2025 abgeschlossen sind, steht die Sanierung der restlichen Klinik an, wie der zweite Geschäftsführer Ludwig Gold ankündigte.

Im Zuge des 175-Jahr-Jubiläums lädt das Klinikum u.a. zu einem "Tag der offenen Tür" am 21. September. (Infos: www.kh-schwarzach.at)

 

Foto: Beim Festakt zum 175-jährigen Jubiläum des Klinikums in Schwarzach (v.l.): Dipl.-Pflegew. (FH) Ines G. Hartmann (Pflegedirektorin Kardinal Schwarzenberg Klinikum), Bgm. Andreas Haitzer (Schwarzach), Landtagspräsidentin Dr. Brigitta Pallauf, LH-Stv. Dr. Mag. Christian Stöckl, Sr. Magdalena Pomwenger (Visitatorin der Kongregation der Barmherzigen Schwestern v. hl. Vinzenz v. Paul, Graz-Mitteleuropa), MMag. Dr. Hansjörg Brunner (Aufsichtsratsvorsitzender Kardinal Schwarzenberg Klinikum), Erzbischof Dr. Franz Lackner OFM, Mag. Karl Söllhammer (Personaldirektor Kardinal Schwarzenberg Klinikum), Prim. Univ.-Prof. Dr. Andreas Valentin, MBA (Ärztlicher Direktor Kardinal Schwarzenberg Klinikum), Sr. Katharina Laner, MAS, (Geschäftsführerin Kardinal Schwarzenberg Klinikum), Mag. Ludwig Gold (Geschäftsführer Kardinal Schwarzenberg Klinikum) und Landesrätin Mag. (FH) Andrea Klambauer

Foto: Salzburg Kardinal Schwarzenberg Klinikum

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