Kontinuität und Aufbruch in Kirche und Schule

 

Mehr als 500 Pädagoginnen und Pädagogen beim Fortbildungstag der katholischen Privatschulen

 

SALZBURG (eds-11. 03. 2019) / Nach dem Motto „Nur wer sich ändert, bleibt sich treu“ ging Theologe Thomas Plankensteiner, AHS-Experte in der Bildungsdirektion Innsbruck, heute auf das Spannungsverhältnis zwischen Kontinuität und Aufbruch sowohl in der Kirche und Gesellschaft als auch im Bildungsbereich ein. Mehr als 500 Pädagoginnen und Pädagogen der unterschiedlichsten Fächer kamen ins Privatgymnasium der Herz-Jesu-Missionare in Salzburg-Liefering zum Fortbildungstag des Katechetischen Amts in Zusammenarbeit mit der Kirchlich Pädagogischen Hochschule Edith Stein. 

„Privatschulen sind eine wichtige Säule in der Bildungslandschaft“ 

Knapp 5.200 Schülerinnen und Schüler werden an 17 Katholischen Privatschulen in der Erzdiözese Salzburg von mehr als 600 Pädagoginnen und Pädagogen unterrichtet. „Sechs Prozent der Salzburger Schüler besuchen eine der katholischen Privatschulen, die damit eine wichtige Säule in der Bildungslandschaft darstellen“, sagte Bildungslandesrätin Maria Hutter. „Damit Privatschulen eine nicht wegzudenkende Größe des Salzburger Bildungswesens sind, braucht es das Engagement der Pädagoginnen und Pädagogen“, dankte Anton Lettner, Direktor des Katechetischen Amts, den Anwesenden. „Was Sie als Lehrer in die Schüler investieren, wird früher oder später Früchte tragen“, sagte Weihbischof Hansjörg Hofer. 

Ambivalenz der Veränderung 

„Veränderung ist weder gut noch schlecht, sondern zeigt sehr häufig beide Seiten“, führte Plankensteiner aus. Deshalb brauche es eine andere Bewertung: „Wichtig ist, bleibt das Wesentliche erhalten?“, meinte der Referent. Die Körpersprache der Kirche müsse sich an ihren Worten ausrichten. „Wenn Papst Franziskus am Weltfrauentag für die Gleichberechtigung der Frau plädiert und diese Worte in den kircheneigenen Strukturen nicht gelebt werden, ist das problematisch.“ Es sei eine „Pervertierung der christlichen Botschaft, wenn eine Abwertung nur durch das Geschlecht“ passiere. „Da müsste die Kirche besser gestern als morgen umdenken“, meinte der Theologe. 

Bildungsreformen brauchen Zeit zur Etablierung 

Auch im Bildungsbereich gelte es, sich auf den ganzheitlichen Kern zu besinnen. In den vergangenen Jahren gab es in kurzer Zeit viele große Veränderungen, etwa die Einführung der Bildungsstandards oder der Neuen Mittelschule. Schule brauche heutzutage eher mehr Ruhe, Beständigkeit und Verlässlichkeit, damit sich die Neuerungen gut etablieren können. 

Foto1: Beim Fortbildungstag v. l. Weihbischof Hansjörg Hofer, Landtagspräsidentin Brigitta Pallauf, Landesrätin Maria Hutter, Anton Lettner, Direktor des Katechetisches Amts der Erzdiözese Salzburg, und Referent Thomas Plankensteiner, AHS-Experte in der Bildungsdirektion Innsbruck. 

Foto2: Referent Thomas Plankensteiner ging auf die Ambivalenz von Veränderung in Kirche und Schulwesen ein. 

Fotos: Erzdiözese Salzburg 

Bei Rückfragen: 

Anton Lettner, Direktor des Katechetischen Amts der Erzdiözese Salzburg, Tel.: 0662 / 8047 4005, anton.lettner@katamt.kirchen.net 

Zurück