Kunstinstallation „Honighimmel“ eröffnet

 

 Das Kunstprojekt „Honighimmel“ der Salzburger Künstlerin Sonja Meller wurde gestern in der Salzburger Kollegienkirche eröffnet. Die Installation ist noch bis Freitag, 28. Juni zu sehen

 

SALZBURG (eds-15. 6. 2019) / Etwa 100 Menschen sind in die Kollegienkirche gekommen, um die Ausstellungseröffnung der Kunstinstallation „Honighimmel“ mitzuerleben. Das Publikum hat das Kunstwerk von Sonja Meller begeistert aufgenommen. Vor allem die Kinder sind angesichts des Honigstrahls, der aus der Kuppel der Kirche in eine goldene Schale fließt und in dem sich das Licht bricht, in Staunen verfallen. 

Verbindung zwischen Himmel und Erde 

„Ich bin total glücklich, dass mein Projekt – nach langer Vorlaufzeit – nun realisiert werden konnte. Ich will mit dem perlenden Honigstrahl einerseits den zeitlichen Verlauf, andererseits die vertikale Achse, die versucht, eine Verbindung zwischen Himmel und Erde herzustellen, visualisieren“, sagt Sonja Meller. 

„Das sinnliche Erleben der Installation – durch Riechen, Sehen und Schmecken – bricht mit der architektonischen Strenge des Raumkonzeptes der Kollegienkirche von Architekt Johann Bernhard Fischer von Erlach“, betont Gabriele Wagner, Leiterin der Stadtgalerie in ihrer Eröffnungsrede. 

„Der ‚Honighimmel‘ versinnbildlicht das Zitat aus Exodus 33,3. Die Verheißung ‚Ich führe euch in ein Land, in dem Milch und Honig fließen‘ wird mit der Kunstinstallation spürbar und erlebbar. Die Kollegienkirche in ihrem milchigen Weiß steht dabei für die Milch, die Kunstinstallation für den Honig“, sagt Christian Wallisch-Breitsching von der KHG Salzburg und Veranstalter der Ausstellung und freut sich: „Man kann die nächsten 14 Tage die Verbindung zwischen Himmel und Erde sinnlich erleben.“ 

Kunstprojekt „Honighimmel“ 

Unzählige Perlen bildend fließt Honig an einem kaum wahrnehmbaren Faden aus der Kuppel der Kollegienkirche langsam herab bis er schließlich in einer goldenen Schale aufgefangen wird. Durch die vertikale Ausrichtung der Installation scheinen sich Himmel und Erde zu berühren. Die Süße und der Duft des Honigs sowie seine goldfarbene Reflexion im Licht lassen diese Arbeit zu einer sinnlichen Erfahrung jenseits des Alltäglichen werden. 

Technische Umsetzung 

In der Kuppel der Kollegienkirche wird in ca. 50 m Höhe in einem der Lüftungslöcher ein Trichter samt Faden installiert. Honig wird von Zeit zu Zeit in den Trichter eingeleitet und dosiert an den Faden abgegeben. Diese technische Umsetzung wird den Anschein erwecken, als fließe Honig vom Himmel. Unten angekommen sammelt sich der Honig in einer großen vergoldeten Schale, deren Durchmesser jenem der in 50 m Höhe befindlichen Laterne und jenem des weißen Steinkreises am Boden entspricht.

Die Künstlerin 

Geboren 1971 in Salzburg, studierte die Künstlerin Sonja Meller Bildhauerei an der Kunstuniversität Linz und New Genres am San Francisco Art Institute. Sie realisierte zahlreiche Kunstprojekte im In- und Ausland darunter Installationen, ortsbezogene Interventionen, Kunst im öffentlichen Raum sowie Arbeiten mit Schwerpunkt Klangkunst. 

Foto: Staunende Besucherinnen und Besucher bei der Ausstellungseröffnung der Kunstinstallation „Honighimmel“ von Sonja Meller in der Salzburger Kollegienkirche. 

Foto: KHG Salzburg 

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