Lackner hält Weihnachtsplädoyer für Kultur des wahrhaftigen Worts

 

"Braucht Zeugen, die mit ihrem Leben für die Wahrheit und Wichtigkeit des Wortes eintreten"

 

SALZBURG (eds/kap - 25.12.2016) Christen sollen Zeugen der Wahrheit entgegen einem Trend des Verdrehens von Worten sein. Dazu rief Erzbischof Franz Lackner am ersten Weihnachtstag bei der Christmette im Salzburger Dom auf. "Der Gefahr von Verdrehung ist das Wort ständig ausgesetzt. Darum braucht es Zeugen, die mit ihrem Leben für die Wahrheit und Wichtigkeit des Wortes eintreten", sagte Lackner in seiner Predigt, in der er vom biblischen Johannes-Prolog ("Im Anfang war das Wort ... Und das Wort ist Fleisch geworden") ausging

Lackner verwies unter anderem auf das Internet, wo man etwa im Zusammenhang mit dem Thema Flüchtlinge erleben könne, "wie aggressiv und menschenverachtend Worte missbraucht werden".

Der Erzbischof erinnerte außerdem an die bekannte Weihnachtsansprache des Papstes vor der Römischen Kurie, bei der Franziskus vor zwei Jahren auch über das "Alzheimer des Geschwätzes" ("alzheimer delle chiarcchere") gesprochen hatte. Viele hätten damals gemeint, das sei bloß eine Angelegenheit des Vatikans, so der Salzburger Erzbischof: "Ich sage - und so hatte der Papst es gemeint - das ist ein Problem jeglicher Institution. Die Rederei, das Vermuten und die Missdeutung; geht man dieser Rederei nach, hat niemand etwas gesagt. Da wird das Wort sträflich missbraucht."

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