Marienmonat Mai

 

Bedeutung des Marienmonats und Maiandachten

 

SALZBURG (eds/kap – 29. 4. 2019) / Der Mai gilt als Marienmonat des Kirchenjahrs. Zahlreiche Pfarren feiern dies mit Maiandachten, das sind Wortgottesdienste zu Ehren Mariens. Für die Andacht wird ein Marienbildnis oder eine Marienstatue besonders festlich geschmückt. Es werden auch traditionell häusliche Maiandachten gefeiert. Dazu errichtet man einen kleinen „Maialtar", bei dem eine mit Blumen geschmückte Marienfigur oder ein Marienbild im Mittelpunkt steht, und versammelt sich am Abend zum Rosenkranz.

Der Mai gilt kirchlich traditionell als Marienmonat. Die Gottesmutter wird in der christlichen Spiritualität zugleich als Sinnbild für die lebensbejahende Kraft des Frühlings und seine überbordende Fruchtbarkeit verstanden und etwa als „Maienkönigin" verehrt. Wie sehr Maria weltweit mit dem Frühling verbunden wird, zeigt sich unter anderem darin, dass auf der südlichen Halbkugel der Marienmonat nicht im Mai, sondern im November, dem dortigen Frühling gefeiert wird. Maria steht am Beginn des Heilswerkes Gottes und symbolisiert somit den „Frühling des Heils".

Im Zentrum der Marienfrömmigkeit steht u. a. die Demut, lateinisch „humilitas", die in enger Verbindung mit „humus" – Erde – steht. Sie wird so zum Sinnbild einer Frau des Volkes und ist den Gläubigen in besondere Weise nahe, indem in ihr Göttliches und Menschliches verschmelzen.

Die besondere Verehrung Mariens blickt auf eine lange Tradition zurück. Bereits im Mittelalter wurden Maifeste heidnischen Ursprungs christlich umgedeutet. Die Maiandachten, die zu Ehren Mariens gefeiert werden, kamen als Frömmigkeitsform des Barock in rheinischen und fränkischen Diözesen als Bittandacht um gute Witterung auf. Sie stehen in der Tradition einer spätmittelalterlichen Passionsfrömmigkeit, dem „geistlichen Mai". Ab dem 19. Jahrhundert erhielten diese Frömmigkeitsformen marianische Prägung. Die marianischen Maiandachten hatten ihren Ursprung 1784 in Ferrara. Später gelangten sie über die Schweiz, Frankreich und Belgien nach Deutschland und Österreich und entwickelten sich parallel zu den Marienwallfahrten.

Ebenfalls eine besondere Bedeutung hat der Rosenkranz im Monat Mai. Im Rosenkranzgebet wird Maria um Hilfe angerufen. Sie wird nicht selbst angebetet, da dies nur Gott zusteht, wohl aber wird sie als Weg zu Jesus Christus gesehen, wie es Papst Paul VI. in seiner Enzyklika „Mense Maio" formuliert hat.

Neben dem Marienmonat kennt das Kirchenjahr noch eine große Anzahl anderer Marienfeste. Die fünf wichtigsten Marienfeste sind das Hochfest Mariä Empfängnis (8. Dezember), das Hochfest der Gottesmutter Maria (1. Jänner), das Fest Mariä Heimsuchung (2. Juli), das Fest Mariä Geburt (8. September) und das Hochfest Mariä Aufnahme in den Himmel (15. August).

1. Mai: Josef, der Arbeiter

Eingeleitet wird der Marienmonat jedoch mit einem Gedenktag zu Ehren Josefs von Nazareth, dem Ehemann Mariens. An diesem Tag wird Josefs als Arbeiter gedacht, da er ja der biblischen Überlieferung nach handwerklich tätig war. Somit gilt er als Patron der Arbeiter, vor allem der Zimmerleute und Holzfäller.

Den Gedenktag führte Papst Pius XII. im Jahr 1955 als kirchliches Pendant zum weltweit begangenen Tag der Arbeit, dem 1. Mai, ein.

In der Erzdiözese Salzburg stehen die Pfarrkirche Bürmoos (geweiht 1956) und das Pfarrzentrum Neualm (geweiht 2018) unter der Patronanz Josefs, des Arbeiters.


Auswahl an Maiandachten in der Erzdiözese Salzburg:


Salzburg-Stadt:


Maiandachten in der Kollegienkirche

Mittwoch, 1. Mai 2019, 19.00 Uhr

Danach jeden Mittwoch im Mai, jeweils um 19.00 Uhr

Weiter Informationen zu den Maiandachten in der Kollegienkirche finden Sie hier

Maiandachten in der Pfarre Nonntal

Mittwoch, 8. Mai 2019, 18.30 Uhr, Pfarrkirche St. Erhard

Weitere Maiandachten der Pfarre finden Sie hier

 

Flachgau 

Monatswallfahrt zur Wallfahrtsbasilika Maria Plain

Samstag, 4. Mai 2019, 14.30 Uhr

Treffpunkt ist an der Ursprungskapelle um 14.30 Uhr.

Dort finden die Begrüßung und der Beginn des Rosenkranzgebetes sowie die

Prozession zur Basilika statt.

Daran anschließend ist die Wallfahrermesse mit Anbetung.

Maiandachten:

ab 1. Mai 2019 täglich, 19.00 Uhr, mit musikalischer Gestaltung

Maiandachten in der Pfarre Lamprechtshausen

Mittwoch, 1. Mai 2019, 19.00 Uhr, Arnsdorf, Wallfahrtskirche „Maria im Mösl"

Weitere Maiandachten der Pfarre finden Sie hier

 

Tennengau 

Maiandachten in der Pfarre Dürrnberg

Mittwoch, 1. Mai 2019, 19.00 Uhr, Wallfahrtskirche Maria Dürrnberg

Weitere Maiandachten der Pfarre finden Sie hier

Festgottesdienst im Pfarrzentrum St. Josef, Neualm

Mittwoch, 1. Mai 2019, 10.00 Uhr, Festgottesdienst

mit em. Erzbischof Dr. Alois Kothgasser

Pinzgau 

Maiandachten im Pfarrverband Stuhlfelden, Mittersill und Hollersbach

Donnerstag, 2. Mai 2019, 19.00 Uhr, Maiandacht bei der Zimmeredtkapelle

Weitere Maiandachten und Bittgänge des Pfarrverbands finden Sie hier

 

Pongau

Maiandacht in der Pfarre Bischofshofen

Montag, 27. Mai 2019, 19.00 Uhr, Frauenkirche Bischofshofen

Lungau

Maiandachten in der Pfarre Mariapfarr

Donnerstag, 2. Mai 2019, 19.00 Uhr, Weberkapelle in Grabendorf

Weitere Maiandachten in der Pfarre finden Sie hier


Tiroler Teil der Erzdiözese

Dekanat Kufstein 

Maiandacht in der Pfarre Söll

Sonntag, 19. Mai 2019, 19.00 Uhr, Pfarrkirche Söll

Weitere Maiandachten in der Pfarre finden Sie hier


Dekanat Brixen im Thale 

Maiandacht in der Pfarre Kirchberg in Tirol

Mittwoch, 8. Mai 2019, 13.30, Kirchangerkapelle

Dekanat Reith im Alpbachtal

Maiandacht in der Pfarre Auffach

Freitag, 3. Mai 2019, 19.00 Uhr, Pfarrkirche St. Johannes Nepomuk

Dekanat St. Johann in Tirol

Maiandacht in der Pfarre St. Ulrich am Pillersee

Mittwoch, 1. Mai 2019, 19.00 Uhr, Pfarrkirche St. Ulrich

Dekanat Zell am Ziller 

Maiandacht in der Pfarre Zell am Ziller

Donnerstag, 2. Mai 2019, 19.00 Uhr, Kirche Maria Sieben Schmerzen, Ramsau

 

 

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