Mit allen Sinnen auf den Spuren von Jesus und Paulus

 

Am 10. April wird das ökumenische Projekt „Bibelwelt“ in der Pfarre Salzburg-St. Elisabeth eröffnet

 

SALZBURG (eds/ah – 02.04.2015) / Das überdimensionale gelbe Ohr in der Plainstraße in Salzburg zieht die Blicke der Passanten und Autofahrer auf sich. Es ist der Eingang zur Bibelwelt, die am Freitag, 10. April, eröffnet wird. „Durch das Ohr kann man dann in die Ausstellung hineinrutschen“, sagt Pfarrer Heinrich Wagner, der vor zwölf Jahren begann die Bibelwelt zu planen. Auf einer Fläche von 600 m² wartet auf die Besucher in der Elisabeth-Kirche ein Erlebnis, bei dem alle Sinne angesprochen werden. Für die Realisierung des ökumenischen Projekts wurde der Verein Bibelwelt ins Leben gerufen. Die Bauzeit betrug zwei Jahre.

Mitten in der Bibelwelt befindet sich ein stockfinsterer Gang, man sieht absolut nichts, als Besucher torkelt man durch den Weg, man ist angespannt und unsicher. Der Boden ist irgendwie weich und nicht eben, es ist ziemlich eng. „Das soll den Todesgang Jesu symbolisieren“, erklärt Heinrich Wagner. Am Ende des dunklen Irrweges befindet sich ein lichtdurchfluteter Raum – die Auferstehung! Die Erleichterung nach dem Gang durch die absolute Dunkelheit ist spürbar.

Themen von damals und heute

„Ich will den Menschen den Schatz der Bibel näher bringen“, freut sich Wagner. Besonders die Persönlichkeiten Jesus und Paulus rücken er und das Team der Bibelwelt in den Fokus. In der Ausstellung werden aber nicht nur Geschichten aus der Bibel aufgegriffen, sondern auch Themen, die heutzutage präsent sind. „Die Geschichten in der Bibel sind zwar alt, aber sie helfen mir, mich mit Themen von heute auseinanderzusetzen, z.B. mit Krieg, Terrorismus oder Flucht.“

Plötzlich ist in der Ausstellung eine originale Burka aus Afghanistan zu finden, diese dürfen die Besucher anprobieren. Einige Stationen weiter steht man vor einem riesengroßen Fuß, dem Fuß des Paulus. Gleich daneben befindet sich eine 45m² große begehbare Landkarte, auf welcher die Missionsreisen des Paulus entdeckt werden können. „Auf zehn Städten, in denen er länger wirkte, stehen Säulen mit Gucklöchern, hinter denen die Orte sichtbar werden“, erklärt Wagner.

Für die Besucher gibt es Audioguides für vier verschiedene Altersgruppen sowie in Englisch. Die Texte und Hörspiele wurden von professionellen Schauspielern eingesprochen. Abenteuerlust, Neugierde und gutes Schuhwerk sollten die Besucher mitbringen. In der Bibelwelt dürfen sie nämlich klettern und Wege am Boden kriechend hinter sich bringen. „Konzipiert ist die Bibelwelt für Leute, die neugierig und offen sind für Neues“, sagt Pfarrer Wagner. „Für mich ist die Bibel eine Lebenshilfe, sie gibt mir Freude. Und das möchte ich auch anderen Menschen mitgeben.“

Am Wochenende vom 10. bis 12. April wird in der Pfarre Salzburg-St. Elisabeth einerseits die Bibelwelt eröffnet, andererseits 60 Jahre Friedenskirche gefeiert. Das genaue Programm finden Sie hier

Öffnungszeiten für die Bibelwelt: Freitag, Samstag, Sonntag und Montag, jeweils von 10 bis 18 Uhr;
Für Rückfragen: Pfarrer Heinrich Wagner, Leiter des Bibelreferats der Erzdiözese Salzburg, Tel.: +43 676/750 62 64.

Bild: Pfarrer Heinrich Wagner und das „Werbeohr“ für die Bibelwelt. Das Ohr wird in den kommenden Tagen durch Salzburg wandern und für die Bibelwelt in St. Elisabeth Werbung machen. Foto: EDS.

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