MIVA feiert Jubiläum

 

„Einen ZehntelCent pro unfallfreiem Kilometer für ein Auto“. Unter diesem Motto bittet MIVA-Austria bei  ihrer ChristophorusAktion heuer zum 60. Mal um Spenden für Mobilität.

 

 

 

SALZBURG (eds-18.7.2019) / Vor allem Autofahrerinnen und Autofahrer sind gebeten, ihren Beitrag zu leisten. Aus ungefähr 60 Ländern kommen jedes Jahr die Ansuchen um Unterstützung. Dass nicht nur Autos finanziert werden, zeigt das heurige Beispielprojekt: In der südindischen Diözese Kottar sollen Priester für ihren Einsatz mit neuen Motorrädern ausgestattet werden. 

Die Diözese liegt in Tamil Nadu, dem südlichsten Bundesstaat Indiens, nahe der Grenze zu Kerala. Bischof Nazarene Soosai hat um 13 Motorräder für seine Priester gebeten. Sie sollen im hügeligen Landesinneren zum Einsatz kommen, denn dort steht die Kirche nach Angaben des Bischofs vor sehr grundlegenden Herausforderungen der Entwicklung, Bildung und Glaubensvermittlung. An der Küste hingegen, wo viele katholische Fischerfamilien leben, habe man zuletzt Pfarren aufteilen und verkleinern können. Damit seien auch die Wege der Priester kürzer geworden. Kottar selbst ist aus der Teilung einer früheren Großdiözese in zwei Hälften hervorgegangen.

Motorräder für Tamil Nadu

 In den Hügeln Richtung Norden leben die Menschen vor allem von der Landwirtschaft und haben es schwer, mit den Erträgen durchzukommen. Kleine christliche Gemeinden liegen verstreut um die Hauptorte. Die
Priester haben zwar keine sehr weiten Strecken zurückzulegen, aber sie müssen angesichts der Fülle ihrer Aufgaben mobil sein. Das Motorrad hat sich für sie als Verkehrsmittel bewährt. Es ist billiger in der Erhaltung, überwindet Engstellen und kommt trotz der täglichen Staus, die auch in kleineren Städten unvermeidlich sind, gut voran. Priester auf zwei Rädern, die oft an ihrem weißen Gewand erkennbar sind, gehören zum Verkehrsalltag.

Motorräder sind in Indien keine Seltenheit. Ganz im Gegenteil, sie sind in schier endlosen Kolonnen unterwegs. Die Priester, die aus der ChristophorusAktion neue Motorräder erhalten sollen, sind keine Motorrad-Anfänger. Aber ihre alten Zweiräder sind am Ende der Lebenszeit angelangt. In der Diözese wiederum reicht das Geld nicht einmal aus, um allen ihren Priestern ein Gehalt zu zahlen. Die Unterstützung aus Österreich wäre somit hochwillkommen, sagt Bischof Soosai.

ChristophorusSonntag am 21. Juli

Die ChristophorusAktion ist nach dem „Christus-Träger“ und Schutzheiligen der Reisenden benannt. Höhepunkt ist traditionell der ChristophorusSonntag. In vielen Pfarrgemeinden werden an diesem Tag die Gottesdienste besonders gestaltet. Danksagung für die eigene Möglichkeit zu fahren und zu reisen, die Bitte um sicheres Heimkommen und die internationale Solidarität stehen im Mittelpunkt. Nach den Gottesdiensten finden Fahrzeugsegnungen statt; in den Kirchen kann für die ChristophorusAktion gespendet werden.

Fahrzeugsegnungen in Pfarren der Erzdiözese: 

 

Samstag, 20. Juli

19.00, Elsbethen, nach der Messe am Parkplatz der Pfarrkirche Elsbethen

19.00, Wals, nach der Messe vor der Kirche

19.00, Nußdorf, nach der Messe am Parkplatz Almwirt

Sonntag, 21. Juli

8.30, Aurach, vor der Kirche

8.30, Hollersbach, vor der Kirche

8.30, Niedernsill, nach der Messe an der Südseite der Pfarrkirche

8.30, Piesendorf, nach der Messe entlang der Friedhofsmauer, Pfarrhof

8.30, Walchsee, bei der Pfarrkirche

10.00, Jochberg, nach der Messe am unte-ren Liftparkplatz Wagstätt

10.00, Kleinarl, vor der Kirche

10.00, Mittersill, vor der Kirche

10.30, Lungötz, vor der Kirche

10.30, Salzburg-Itzling, nach der Messe am Parkplatz neben der Pfarrkirche

19.00, Strobl, nach der Messe beim Pfarrhof

Sonntag, 28. Juli

10.00, St. Johann/Pg., am Parkplatz der Neuen Mittelschule

 

Bild 1: Ein indischer Priester unterwegs dank der Hilfe der MIVA. 

Bild 2: Das 1. MIVA-Auto war Begleitfahrzeug der „Jungschar Lichtstafette“ von Salzburg nach Eisenstadt im Jahr 1954. 

Fotos (2): MIVA

 

 

 

Zurück