Nahost-Tagung im Bildungszentrum St. Virgil

 

Patriarch Sako aus Bagdad und der syrische Bischof Audo berichten aus erster Hand

 

SALZBURG (kap/eds–04.09.15) / Krieg, Flüchtlingselend und blutiger IS-Terror bestimmen den aktuellen Eindruck der Region um Syrien. Wie aber ist die Situation der Christen im Orient? Gibt es dort für sie noch eine Zukunft, einen gemeinsamen Weg mit den Muslimen? Mit diesen Fragen beschäftigt sich die diesjährige Jahrestagung der "Initiative Christlicher Orient" (ICO) am 28. und 29. September im Salzburger Bildungszentrum St. Virgil. Hauptvortragende zur aktuellen Lage im Irak und in Syrien sind der chaldäisch-katholische Patriarch Louis Raphael I. Sako (Bagdad), und der chaldäisch-katholische Bischof Antoine Audo (Aleppo).

Einen Überblick über den Islam in seiner Vielfalt gibt der Grazer Religionswissenschaftler Karl Prenner; Caritas-Experte Stefan Maier berichtet über die Lage der Syrien-Flüchtlinge im Libanon und in Syrien. Unter den Vortragenden finden sich weiters der Linzer Bischof Ludwig Schwarz, der koptisch-katholische Bischof Kyrillos William Samaan aus Assiut/Ägypten und der Islamwissenschaftler Mouhanad Khorchide aus Münster. Die Arbeit der ICO präsentiert deren Obmann Slawomir Dadas.  

Beginnend 1989 in der Südosttürkei unterstützt die ICO bedrängte Christen mittlerweile im gesamten Orient; bekannt ist die Organisation auch durch die Aktion "Licht für Bethlehem". Aktuell hilft die ICO – auch mit einer neuen Spendenkampagne – vor allem in Syrien, wo Christen innerhalb ihres Heimatlandes als Flüchtlinge leben. In jenen Gebieten, die noch vom syrischen Machthaber Assad kontrolliert werden, gibt es laut Pfarrer Iyad Ghanem in Homs keine Probleme zwischen Christen und Muslimen. Aber: "Es ist mit ein Ziel des Krieges, diese guten Beziehungen zu zerstören", betont der Priester.  

ICO-Spendenkonto: IBAN; AT42 5400 0000 0045 4546, BIC: OBLAAT2L, Verwendungszweck: Flüchtlingshilfe  

Weitere Informationen: www.christlicher-orient.at

Foto: Caritas-Experte Stefan Maier im Libanon. Foto: Caritas

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