Notfallseelsorge erhält Preis für Beitrag zur Verkehrssicherheit

 

"Ich bin froh und stolz auf die Arbeit der Haupt- und Ehrenamtlichen Notfallseelsorger, die mit diesem Preis einmal jenseits von Katastrophen in die Öffentlichkeit gestellt wird", betont Detlef Schwarz, der Diözesankoordinator der Notfallseelsorge in der Erzdiözese.

 

WIEN (eds/kap  8.4.2016) Die Notfallseelsorge der österreichischen Diözesen ist vom Radiosender Ö3 für seinen tagtäglichen Beitrag zur Verkehrssicherheit ausgezeichnet worden. Innenministerin Johanna Mikl-Leitner und Sendechef Georg Spatt überreichten am Mittwoch in Wien den "Ö3-Verkehrsaward" in der Kategorie "Rettung" an die Plattform Krisenintervention und Akutbetreuung Österreich, der die Notfallseelsorge bereits seit elf Jahren angehört. In Unglücksfällen, die das Leben "komplett aus der Bahn werfen", sei psychologische Betreuung und Unterstützung extrem wichtig, wobei die Plattform hier eine "außergewöhnliche Leistung" erbringe, heißt es in der Preisbegründung.  

Nach schlimmen Unfällen seien oft auch die Ersthelfer, die Beteiligten und das gesamte nähere Umfeld der Opfer in einem "schrecklichen Ausnahmezustand", verdeutlicht der Radiosender in einer Aussendung. Zur Veranschaulichung wird dabei ein Verkehrsunfall aus dem Jahr 2015 als Beispiel angeführt, bei dem ein Kleinbus mit zwei Erwachsenen und sechs Kindern gegen einen Zug prallte und nur drei Kinder schwerverletzt gerettet werden konnten. Die Notfallseelsorge betreue in derartigen Situationen die Angehörigen, "denn nicht nur der Körper, sondern auch die Seele braucht Hilfe".  

Die Österreichische Plattform Krisenintervention/Akutbetreuung ist eine Arbeitsgemeinschaft von Organisationen, die in der ganzheitlichen psychosozialen Akutbetreuung und Krisenintervention für die Betroffenen unentgeltlich tätig sind. Die 2004 gegründete Plattform erarbeitet auf wissenschaftlicher Grundlage einheitliche Standards, Ausbildungsinhalte und Strategien, zudem veranstaltet sie jährlich eine Fachtagung. Die Notfallseelsorge (NFS) Österreich wurde 2005 als erstes Mitglied nach der Gründung in die Plattform aufgenommen.  

 Die Auszeichnung gelte "allen, die professionell Krisenintervention, Notfallseelsorge und Akutbetreuung leisten - das heißt, jedem einzelnen Notfallseelsorger in Österreich", erklärte Matthias Theil, der als Vertreter der österreichischen Notfallseelsorger in der Plattform den Preis entgegennahm. Die Notfallseelsorge Österreich wird gemeinsam von der katholischen und evangelischen Kirche verantwortet, getragen und finanziert. Als Teil der Kriseninterventionsteams wird sie in allen Bundesländern ehrenamtlich und kostenlos durch speziell ausgebildete und beauftragte Seelsorger angeboten, unter dem Motto "Beistehen - Zuhören - Helfen".

Auch in der Erzdiözese Salzburg freut man sich über die Auszeichnung: "Ich bin froh und stolz auf die Arbeit der Haupt- und Ehrenamtlichen Notfallseelsorger, die mit diesem Preis einmal jenseits von Katastrophen in die Öffentlichkeit gestellt wird", betont Detlef Schwarz, der Diözesankoordinator der Notfallseelsorge in der Erzdiözese.

 

 

Zurück