Ohren und Herzen öffnen für Barmherzigkeit

 

Pastoralrat beriet über Jahr der Barmherzigkeit und Zukunft der Erzdiözese

 

SALZBURG (eds/lsg - 30. 6. 2015) / Die aktuelle Flüchtlingsdramatik erfordert konkrete Maßnahmen der Barmherzigkeit. Das war Tenor der jüngsten Sitzung des Pastoralrats der Erzdiözese Salzburg am vergangenen Dienstag. Das von Papst Franziskus ausgerufene Jahr der Barmherzigkeit (8. Dezember 2015 bis 20. November 2016) ist  für das Beratungsgremium des Erzbischofs Anlass für Überlegungen hinsichtlich der Gestaltung des Heiligen Jahres in der Erzdiözese.

„Wir wollen Orte der Barmherzigkeit in der Erzdiözese schaffen“, kündigt Seelsorgeamtsleiter Balthasar Sieberer an und verweist auf die Öffnung der Heiligen Pforte des Petersdoms in Rom am 8. Dezember dieses Jahres, die in ähnlicher Weise auf der ganzen Welt Nachahmung finden soll. Neben den „Orten der Barmherzigkeit“ werden ein weiterer pastoraler Schwerpunkt die ebenfalls von Franziskus vorgeschlagenen „24 Stunden für den Herrn“ von 4. bis 5. März 2016 sein. Ein „Abend der Barmherzigkeit“ mit dem Sakrament der Versöhnung, mit Stille und geistlichem Gespräch werden dabei im Mittelpunkt stehen.

Bezugnehmend auf die „sieben Werke der Barmherzigkeit“ seien außerdem gesellschaftliche Zeichenhandlungen wichtig, sind sich die Mitglieder des Gremiums einig. „Wir müssen einfach etwas tun“, sagte Caritasdirektor Johannes Dines. Das konkrete Tun ist den Mitgliedern des Pastoralrates ein Anliegen, darum betonte PGR- Obfrau Theresa Schiestl „die Ohren und Augen für die Barmherzigkeit zu öffnen, vor allem in Bezug auf die Flüchtlingshilfe.“ Die Frage müsse lauten: „was heißt Barmherzigkeit heute und in der Gegenwart?“, zeigte sich die Präsidentin der Katholischen Aktion Salzburg, Doris Witzmann, überzeugt.

Weg einer zukunftsfähigen Kirche
„Die Kirche zukunftsfähig machen“, so beschreibt Erzbischof Franz Lackner das Vorhaben für einen diözesanen Prozess, der heuer eingeleitet und bis 2018 abgeschlossen werden soll. Es geht dabei um das Entwicklungspotential der Erzdiözese für die Zukunft. Auch darüber beriet der Pastoralrat und ist sich darüber im Klaren, dass „wenn wir das anpacken, es viel Energie brauchen wird“, so Balthasar Sieberer. Prälat Sieberer betonte drei wesentliche Punkte des Prozesses: Es werden Aufgaben definiert, die in Gruppen mit Fachleuten beraten werden. Zudem sei es wichtig, die Leute zu motivieren, mit Freude mitzuentwickeln – Haupt- wie Ehrenamtliche. Zudem hielt Sieberer fest, dass es auch „ein spiritueller Weg“ sein muss. Für kommenden Herbst ist jedenfalls eine Klausurtagung des Konsistoriums zu diesem Thema anberaumt.    


Foto: Seelsorgeamtsleiter Prälat Balthasar Sieberer. Foto: EDS

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