Ordensgemeinschaften in Zahlen

 

3.258 Ordensfrauen und 1.666 Ordensmänner leben in Österreich – davon 280 Ordensleute in der Erzdiözese Salzburg

 

SALZBURG (kap/eds-25.03.2019) / In Österreich leben und wirken mit Anfang 2019 exakt 4.924 Ordensleute. Das geht aus einer Statistik der heimischen Ordensgemeinschaften hervor. Demnach gibt es 3.258 Ordensfrauen und 1.666 Ordensmänner in insgesamt 195 Ordensgemeinschaften (109 weibliche und 86 männliche). Die Statistik weist für die Männer 1.229 Ordenspriester und 412 Ordensbrüder aus. Stichtag für die Statistik war der 31. Dezember 2018. 

Blick in die Erzdiözese Salzburg

Für die Erzdiözese Salzburg weist die Statistik 18 männliche Ordensgemeinschaften mit 116 Ordensangehörigen und 18 weibliche Ordensgemeinschaften mit 280 Ordensangehörigen aus. Dazu kommen 16 Ordensschulen mit 3.531 Schülerinnen und Schülern. In der Erzdiözese gibt es zudem zwei Ordenskrankenhäuser und drei Alten-und Pflegeeinrichtungen, die von Orden geführt werden.

Die meisten Ordenleute leben und wirken übrigens in der Erzdiözese Wien. So gibt es 57 männliche Ordensgemeinschaften mit 600 Ordensangehörigen und 54 weibliche Ordensgemeinschaften mit 947 Ordensangehörigen.

Zahl bei Frauen- und Männerorden weiterhin rückläufig

Insgesamt ist die Zahl der Ordensangehörigen in Österreich bei Frauen wie Männern weiter leicht rückläufig. Die vor einem Jahr veröffentlichten Zahlen wiesen noch 3.353 Ordensfrauen und 1.681 Ordensmänner aus. Auffällig: Eine ebenfalls veröffentliche Statistik über die Zahl der Ordensleute seit dem Jahr 1980 zeigt, dass die Zahl der Ordenfrauen 1980 noch weit über 10.500 lag. Die Zahl der Ordensmänner war aber damals schon nicht höher als 2.200 und überstieg nur in der zweiten Hälfte der 1980er Jahre die 3.000er-Marke.

Signifikant präsentiert sich die Altersstruktur der Frauenorden: Demnach sind 60,1 Prozent der Ordensschwestern in Österreich aktuell älter als 75 Jahre, 18,7 Prozent sind zwischen 65 und 75, 17,9 Prozent zwischen 40 und 65. Nur 3,3 Prozent der Ordensfrauen sind jünger als 40 Jahre. Der Altersdurchschnitt der heimischen Ordensfrauen steigt jedes Jahr leicht an.

Ausgeglichener stellt sich die Altersstruktur bei den Ordensmännern dar: 27,7 Prozent sind älter als 75 Jahre, 17,3 Prozent sind zwischen 65 und 75, 40,5 Prozent zwischen 40 und 65. Immerhin 14,5 Prozent der Ordensmänner in Österreich sind jünger als 40 Jahre. 

In den heimischen Ordensgemeinschaften gibt es laut Statistik derzeit 43 Novizinnen und Novizen, davon 18 bei den Frauenorden und 25 bei den Männerorden. 10 Ordensmänner werden voraussichtlich 2019 zu Priestern geweiht.

Gesundheit, Bildung und Kultur

Für den Bereich Bereich Gesundheit und Pflege weist die neue Statistik 23 Ordensspitäler (private gemeinnützige Krankenhäuser) in Österreich aus. Landesweit gibt es auch 232 Ordensschulen, davon 43 in direkter Trägerschaft einer Ordensgemeinschaft, 163 in verschiedenen Ordensschulvereinen und 26 Ordensschulen im größten Privatschulträger Österreichs, der Vereinigung von Ordensschulen Österreichs (VOSÖ). In den Ordensschulen und Bildungseinrichtungen werden 51.307 Schülerinnen und Schüler unterrichtet und betreut. 28 Bildungs- und Exerzitienhäuser werden von Ordensgemeinschaften geführt.

Zum kulturellen Erbe weist die Statistik 30.000 Regallaufmeter mit mehr als vier Millionen Bücher in den rund 500 Ordensarchiven und Ordensbibliotheken aus.

Wie die heimischen Ordensgemeinschaften mitteilten, wurden die statistischen Zahlen über einen ausführlichen und gemeinsamen Fragenbogen an alle 195 Ordensgemeinschaften erhoben. 

Foto: Die Halleiner Schwestern Franziskanerinnen ist eine von 18 weiblichen Ordensgemeinschaften in der Erzdiözese Salzburg. Im Bild: Generaloberin Sr. Emanuela Resch (2. v. r.) mit ihrem Leitungsteam. 

Foto: Erzdiözese Salzburg/HSF

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