Ostern: Wir feiern die Auferstehung

 

Ursprung, Brauchtum und Form des Osterfestes

 

SALZBURG (eds/kap-20. 4. 2019) / Ostern ist das höchste Fest der Christen. In der Nacht von Karsamstag auf Ostersonntag wird im Osternacht-Gottesdienst die Auferstehung Jesu von den Toten gefeiert. Durch die Auferstehung Christi, seine Überwindung des Todes, ist allen Christen die Tür zum ewigen Leben geöffnet.

Den Hintergrund für das bedeutendste Fest der Christen bildet das jüdische Paschafest. Jesus wurde unmittelbar vor diesem Fest hingerichtet, seine Auferstehung erfolgte demnach am Paschafest.

In der heiligen Schrift gibt es unterschiedliche Berichte über die Erscheinung des Auferstandenen. Lukas berichtet von einem Mahl Jesu mit den Jüngern. Lukas und Johannes berichten von Erscheinungen in Jerusalem, während laut Markus und Matthäus Jesus sich in Galiläa offenbart. Aus theologischer Sicht geht es nicht darum, die leibhaftige Erscheinung Jesu nach seinem Tod zu beweisen. Tiefgreifende religiöse Erfahrungen der Jünger und die überwältigende Kraft des Glaubens stehen im Vordergrund.

Die Osternacht: Lichtfeier, Wort Gottes und Gegenwart Jesu

Die Osternacht umfasst eine Reihe von Riten. Die Feier besteht im Wesentlichen aus vier Teilen.
Im Zentrum der Lichtfeier steht Jesus als das die Welt erhellende Licht. Zu Beginn ist die Kirche in Dunkel gehüllt. Man möchte damit den Tod und die Trauer um Christus darstellen. In diese dunkle Kirche zieht der Priester (oder Diakon) mit der großen Osterkerze ein. Diese wurde an einem zuvor gesegneten Feuer vor der Kirche entzündet. Sie trägt die griechischen Zeichen Alpha und Omega (Anfang und Ende, auch Zeichen für Christus). Drei Mal hält der Priester (oder Diakon) an und ruft: „Lumen Christi“ (= das Licht Christi), die Gläubigen antworten: „Deo Gratias“ (= Dank sei Gott). Dann werden die mitgebrachten Kerzen der Mitfeiernden an der Osterkerze entzündet. Die Lichtfeier schließt mit dem gesungenen Osterlob („Exsultet“).

Der Wortgottesdienst ist in der Osternacht besonders ausführlich; er erzählt von der Heilsgeschichte Gottes mit den Menschen. Der Bogen der Lesungen spannt sich von den alttestamentlichen Berichten, von der Schöpfung, der Sintflut, dem Zug durch das Rote Meer bis zu neutestamentlichen Berichten aus den ersten Christengemeinden. Mit dem "Gloria" erklingen erstmals Orgel und Glocken wieder und nehmen den letzten Rest von Dunkelheit weg.

Daraufhin findet die Tauffeier statt. Sie beinhaltet die Weihe des Taufwassers und Spendung der Taufe, falls Taufbewerber da sind. Anschließend erfolgt die Erneuerung des Taufbekenntnisses durch die ganze Gemeinde.

Der Höhepunkt der Osternachtsfeier ist die Eucharistiefeier (Danksagung). In der Wandlung von Brot und Wein ist, erstmals seit dem Gründonnerstagsgottesdienst, Jesus in der Mitte der Gemeinde wieder gegenwärtig.

Gemeinschaft nach der Ostermesse

Am Ende der Feier steht die Segnung mitgebrachter Speisen der Gläubigen. Nach der Osternachtsmesse ist es in vielen Pfarrgemeinden üblich, sich auch noch vor der Kirche zu versammeln. Manchmal wärmt man sich am Osterfeuer, das vor der Kirche noch brennt, oder man isst noch gemeinsam Brot. In manchen Gegenden wird ein sogenannter Osterlauf, zur Erinnerung an den Lauf der Jünger zum Grab, veranstaltet.

Brauchtum

Rund um Ostern gibt es in Salzburg zahlreiche Bräuche, die die Volksfrömmigkeit zum Ausdruck bringen. Die Bräuche reichen vom Palmbuschenbinden vor dem Palmsonntag bis zum Goneslauf im Lungau am Ostermontag.

Ein einzigartiger Brauch ist das Ölbergsingen in der Marktgemeinde Großarl, das in der Nacht von Gründonnerstag auf Karfreitag und von Karfreitag auf Karsamstag von zwei Männerchören zelebriert wird. Der Chor der Bauern beginnt am Gründonnerstag. Zwischen acht Uhr abends und vier Uhr morgens wird zu jeder vollen Stunde, beginnend beim Pfarrhof, an jeder der vier Stationen zum Gedenken an das Leiden Christi mit wechselnden Strophen gesungen.

Am Karfreitagabend übernimmt der Chor der Männer aus dem Dorf. Dieser Part ist „Leiden-Christi-Singen“ benannt. Auch sie singen zwischen acht Uhr abends und vier Uhr morgens, ebenfalls an den Stationen zwischen Pfarrhof und Dorf, jedoch mit anderem Text als die Sänger des Ölbergsingens.

Darstellungen

Eine seltene Besonderheit sind die Oster- oder Passionskrippen, die sich vor allem in Tirol erhalten haben. In jüngster Zeit sind auch im Gebiet der Erzdiözese Salzburg (Kirche St. Michael, Stadt Salzburg; Pfarrkirche Lessach, Lungau; Kramsach, Bezirk Kufstein; Waidring, Bezirk Kitzbühel) wieder einige dieser Krippen, die das Passionsgeschehen zwischen dem Einzug Jesu in Jerusalem und seiner Auferstehung veranschaulichen, entstanden.

Durchaus weit verbreitet und bekannt sind sie „Heiligen Gräber“, Kulissenanlagen, die am Karfreitag und Karsamstag an Tod und Grablegung Jesu Christi erinnern. Ob barocke Ausführung oder moderne Form, gekennzeichnet sind sie durch Gläser, die mit gefärbtem Wasser gefüllt und von hinten beleuchtet werden. Mancherorts gibt es Grabwachen, oft sind am Karsamstag fixe Gebetszeiten eingeteilt, während derer die Gläubigen einander im Gebet ablösen. Mit Beginn der Osternachtfeier werden die Lichter abgeschaltet und die Darstellung wird verhüllt.

Heilige Gräber im Stadtgebiet Salzburg: Dom zu Salzburg (Krypta), Franziskanerkirche, Pfarrkirche Mülln (Kreuzkapelle), Kajetanerkirche (Scala santa).

 
Auswahl an Gottesdiensten zu Ostern

Dom zu Salzburg

Samstag, 20. 4. 2019: Hochfest der Auferstehung des Herrn – Osternacht
21.00 Uhr: Die Feier der Osternacht mit Erzbischof Dr. Franz Lackner (mit Speisensegnung); H. L. Hassler (1564-1612): Missa octo vocum

Sonntag, 21. 4. 2019: Hochfest der Auferstehung des Herrn - Ostersonntag
8.30 Uhr: Pfarrmesse (mit Speisensegnung)
10.00 Uhr: Pontifikalamt mit Erzbischof Dr. Franz Lackner (mit Speisensegnung); J. Haydn (1732–1809): Nelsonmesse,  J. Messner: Osterproprium
12.00 Uhr: Hl. Messe (mit Speisensegnung), österliche Instrumentalmusik

Montag, 22. 4. 2019: Ostermontag
8.30 Uhr: Pfarrmesse
10.00 Uhr: Pontifikalamt mit Weihbischof Dr. Hans-Jörg Hofer;  W. A. Mozart: Credomesse KV 337
11.30 Uhr: Hl. Messe; österliche Musik für zwei Orgeln

Stiftspfarrkirche zum hl. Apostel Petrus, Seekirchen

Samstag, 20. 4. 2019:
20.30 Uhr: Auferstehungsfeier (Franziskus-Chor und Instrumentalistinnen)

Sonntag, 21. 4. 2019:
5.00 Uhr: Auferstehungsfeier
7.30 Uhr: Eucharistiefeier
9.00 Uhr: Festgottesdienst, musikalische Gestaltung: Chorvereinigung Seekirchen und Orchester (Missa brevis in F von Joseph Haydn), Gesamtleitung: Roman Öschlberger

Montag, 22. 4. 2019:
7.30 Uhr: Eucharistiefeier

Pfarrkirche St. Antonius der Große, Hallein

Samstag, 20. 4. 2019: 21.00 Uhr: Osternachtfeier
Sonntag, 21. 4. 2019: 9.00 Uhr: Ostersonntagsgottesdienst
Montag, 22. 4. 2019: 9.00 Uhr: Ostermontagsgottesdienst

Pfarrkirche hll. Johannes der Täufer und Johannes Evangelist, St. Johann im Pongau

Samstag, 20. 4. 2019: 21.00 Uhr: Auferstehungsgottesdienst mit Speisensegnung, Bläsermusikgruppe Bürgermusik
Sonntag, 21. 4. 2019: 10.00 Uhr: Osterfestgottesdienst mit Speisensegnung; oster.chor2019 & Bläser-Ensemble
19.00 Uhr: Eucharistiefeier, Chor Tabula Rasa

Montag, 22. 4. 2019:
9.00 Uhr: Eucharistiefeier, Familiengottesdienst mit Kinderfahrzeugsegnung

Pfarre Zell am See

Samstag, 20. 4. 2019:
21.00 Uhr: Auferstehungsfeier (Schüttdorf)

Sonntag, 21. 4. 2019:
6.00 Uhr: „Ein Ostermorgen am See“, Auferstehungsfeier in Thumersbach
Feuerweihe – Eucharistie – Speisensegnung (bei Schlechtwetter in der Thumersbacher Kirche)
10.30 Uhr: Festliche Osterliturgie in Zell am See

Montag, 22. 4. 2019:
9.00 Uhr: Festgottesdienst in Schüttdorf
10.30 Uhr: Festgottesdienst in Zell am See
18.00 Uhr: Gottesdienst im Tauernklinikum

Pfarre Tamsweg

Samstag, 20. 4. 2019:
20.00 Uhr: Feier der Osternacht mit Speisensegnung

Sonntag, 21. 4. 2019:
6.00 Uhr: St. Leonhard: Hl. Messe mit Speisensegnung
8.30 Uhr: Festgottesdienst mit Speisensegnung
10.00 Uhr: Familiengottesdienst mit Speisensegnung

Montag, 22. 4. 2019:
10.00 Uhr: St. Leonhard: Hl. Messe, musikalische Gestaltung: Singgemeinschaft Joy

Pfarrkirche St. Andreas, Kitzbühel

Samstag, 20. 4. 2019:
8.30 Uhr: Morgenlob in der Pfarrkirche
9.00 bis 15.00 Uhr: Grabwache der Vereine und Möglichkeit zur Anbetung in der Pfarrkirche
11.30 Uhr: Ministranten „ratschen“ bei der Pfarr- und Liebfrauenkirche
20.00 Uhr: Osternachtsfeier mit Chor und Speisensegnung in der Pfarrkirche

Sonntag, 21. 4. 2019:
10.00 Uhr Festmesse mit Chor und Orchester und Speisensegnung in der Pfarrkirche

Montag, 22. 4. 2019:
10.00 Uhr: hl. Messe mit Orgel in der Pfarrkirche

Pfarre Kufstein

Samstag, 20. 4. 2019:
20.30 Uhr, Pfarrkirche St. Vitus, Osternachtfeier mit Speisensegnung, anschließend Agape am Pfarrplatz

Sonntag, 21. 4. 2019:
6.00 Uhr: Endach, Auferstehungsgottesdienst mit Speisensegnung, musikalische Gestaltung Kirchenchor, anschließend Möglichkeit zum gemeinsamen Frühstück
10.00 Uhr: Pfarrkirche St. Vitus, Ostergottesdienst mit Speisensegnung, musikalische Gestaltung Kirchenchor
10.00 Uhr: Pfarrsaal, Kinderfeier
19.00 Uhr: Pfarrkirche St. Vitus, Eucharistiefeier

Montag, 22. 4. 2019:
9.00 Uhr: Pfarrkirche St. Vitus, Eucharistiefeier
10.00 Uhr: Endach, Emmausgang auf den Thierberg, Treffpunkt Gasthaus Neuhaus

Die Gottesdienste aller Pfarren sind zu finden in der App „Glauben.Leben“
http://www.glaubenleben.at

 

 

 

Zurück