Ostkirchenarbeit des Alterzbischofs gewürdigt

 

Erzbischof Alois Kothgasser wurde Ehrenmitglied der Stiftung „Pro Oriente“

 

SALZBURG (eds/wk - 25. 3. 2015) / In einer Feierstunde in St. Virgil verlieh am 23. 3. Erzbischof Franz Lackner seinem Vorgänger, Erzbischof Alois Kothgasser, die Ehrenmitgliedschaft in der Stiftung „Pro Oriente“. Damit wurde Kothgassers jahrelanger Einsatz für die Beziehungen der Katholischen Kirche zu den Ostkirchen gewürdigt. Der Alterzbischof ist als Präsident von Catholica Unio Internationalis auch weiterhin in diesen Anliegen aktiv.

Der Ostkirchenexperte und „Weggefährte“ Alois Kothgassers, Univ.-Prof. Dietmar Winkler, skizzierte den Einsatz des Alterzbischofs für die Begegnung und Verständigung mit den Ostkirchen. Ein Schwerpunkt waren ökumenische Reisen mit Pro Oriente-Delegationen zum Ökumenischen Patriarchen Bartholomaios nach Istanbul, zum Russ.-Orth. Patriarchen Aleksij II. nach Moskau, nach Armenien und zur bulgarischen Orthodoxie. Bei jeder Reise hatte es in guter Atmosphäre umfangreiche Gespräche und Besichtigungen gegeben.

„In Moskau gab es eine kleine Sensation“, berichtete Prof. Winkler. 2010 erschien nämlich im Verlag des Moskauer Patriarchats eine gemeinsame orthodox-katholische Publikation mit einem Interview Kothgassers über Positionen der Päpste Benedikt XVI. und Johannes Paul II. In Salzburg hatte sich der Erzbischof dafür eingesetzt, dass im Stadtteil Sam eine Rumänisch-Orthodoxe Kirche gebaut werden konnte. Winkler würdigte auch den jährlichen Ökumenischen Empfang, zu dem der emeritierte Erzbischof geladen hatte, „der stets zu einem guten ökumenischen Klima in Salzburg beitrug“. Der Einsatz für Stipendiaten aus den Ostkirchen und für ein syrisch-orthodoxes Studienhaus in Salzburg runden „das fruchtbare Säen und Wirken“ Kothgassers ab.

Die Feier klang mit der Filmpremiere „Ein Dialog zwischen Ost und West“ - aus der Denkwerkstatt von Pro Oriente - aus.

Foto: Erzbischof Kothgasser besuchte während seiner Amtszeit mehrere orthodoxe Patriarchen - im Bild überreicht er bei der Diözesanwallfahrt 2010 Patriarch Daniel von der Rum.-Orth. Kirche in Bukarest ein wertvolles Marienbild. Foto: Erzdiözese Salzburg

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