Päpstlicher Silvesterorden für Künstler Jos Pirkner

 

Erzbischof Lackner überreichte Auszeichnungen für besondere Verdienste

 

 

 

SALZBURG (eds-23.1.2018) / Der bekannte Osttiroler Künstler Jos Pirkner und vier weitere um die katholische Kirche verdiente Persönlichkeiten erhielten heute im Kardinal-Schwarzenberg-Haus hohe kirchliche Auszeichnungen: Erzbischof Franz Lackner überreichte Pirkner den Päpstlichen Silvesterorden sowie den Salzburgern Albert Preims das Päpstliche Ehrenzeichen Pro Ecclesia e Pontifice, Fritz Rücker den Rupert-und-Virgil-Orden in Großgold, Landesschulinspektor Josef Lackner und Vinzi-Bus-Chefin Gertraud Scheichl den Rupert-und-Virgil-Orden in Gold.

„In dieser Feier wird die Vielzahl von Begabungen und Tugenden deutlich, die sie zugunsten der Verbreitung des Glaubens eingesetzt haben“, richtete sich Erzbischof Franz Lackner an die Ausgezeichneten. „Namens der Erzdiözese Salzburg bedanke ich mich für das Engagement, das jeder und jede von ihnen auf so großartige und zugleich unterschiedliche Weise gezeigt hat.“

Der gebürtige Osttiroler Jos Pirkner (90) arbeitete ab 1951 als Gold- und Silberbildhauer in den Niederlanden. 1978 kehrte er in seine Heimat zurück. Er zählt zu den bekanntesten Bildhauern in Tirol. So schuf er Werke unter anderem für die Lienzer Pfarrkirche und verschiedene Altäre, Kreuze und Heiligenfiguren in mehreren Ländern. „Sie haben durch Ihre Werke der Botschaft des Evangeliums ein Gesicht gegeben“, sagte Diözesankonservator Roland Kerschbaum in seiner Laudatio. Aktuell unterstützt Pirkner das Projekt „Himmelsterrasse“ in der Salzburger Pfarre Mülln.

Aus Salzburg-Gnigl stammt der ehemalige Kundenberater Albert Preims (71), der seit mehr als 40 Jahren für die Gemeinschaft in Gnigl und in der Pfarre engagiert ist. Seit 1975 ist er Mitglied, seit 1995 Obmann der Kameradschaft Gnigl. Er wirkte ab 1992 im Pfarrgemeinderat und im Pfarrkirchenrat mit und setzte sich für die Renovierung der Gnigler Kirche ein.

Sowohl in der Politik als auch in der Kirche war und ist der ehemalige Direktor-Stellvertreter der Salzburger Arbeiterkammer, Fritz Rücker (79) in vielen Funktionen aktiv. Rücker war 20 Jahre im Salzburger Gemeinderat und von 1969 bis 2015 Mitglied des Präsidiums der Katholischen Aktion. Seit 1999 arbeitet er in der Dompfarre mit (derzeit als Obmann des Pfarrgemeinderates), seit 30 Jahren in ehrenamtlicher Leitungsfunktion im Jugendzentrum IGLU und mehr als 20 Jahre bei Pro Mente Salzburg. Rücker stand und steht für das „soziale Gewissen“ und für das Miteinander der verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen.

Aus Hof an der Saale/Deutschland war die ehemalige Bankangestellte Gertraud Scheichl (74) als Kind in den Pinzgau gekommen und lebt seit 1964 in Salzburg. 2001 übernahm sie die Leitung des Vinzi-Busses in Salzburg. Täglich versorgt der Bus zwischen 20 und 45 bedürftige Personen mit Speisen und Getränken. Darüber hinaus erfahren die besuchten Menschen durch diese Aktion viel menschliche Wärme. Gertraud Scheichl hat Hunderte ehrenamtliche Stunden dafür investiert.

Ein Schwarzacher ist der Landesschulinspektor Josef Lackner (63), der in seiner Funktion für die Hälfte der katholischen Privatschulen in der Erzdiözese Salzburg zuständig ist. Eine enge Zusammenarbeit mit den Schulerhaltern, insbesondere den Halleiner Schwestern Franziskanerinnnen, zeichnet Lackner aus. Er konnte immer wieder die erforderlichen personellen Ressourcen für den Schulbetrieb sicherstellen.

Rupert-und-Virgil-Orden

1984, zum 1200 Todestag des Heiligen Virgil, wurde der Verdienstorden der Heiligen Rupert und Virgil von Erzbischof Karl Berg ins Leben gerufen und ist dem Landespatron von Salzburg und dem Patron der Erzdiözese gewidmet. Der Orden ist in vier Stufen gegliedert: Das Ehrenzeichen in Silber wird für Verdienste im Bereich der Pfarre verliehen, das Ehrenzeichen in Gold für Verdienste im überpfarrlichen Bereich, das Große Ehrenzeichen in Gold für Verdienste im diözesanen und überdiözesanen Bereich und das Große Ehrenzeichen in Gold mit Stern für außerordentliche Verdienste im diözesanen und überdiözesanen Bereich. Die Entscheidung über die Vergabe trifft der Salzburger Erzbischof. Dieses Ehrenkreuz ist dem Rupertuskreuz nachgebildet und hat ein quadratisches Mittelschild, auf dem Salzfass und Fassade des Doms zu Salzburg, zwei Mitren und zwei Bischofsstäbe erhaben geprägt sind, getragen von einem rot-weiß-gelben Moiré-Band.

Ehrenkreuz Pro Ecclesia et Pontifice

Papst Leo XIII. hat dieses Ehrenzeichen am 17. Juli 1888 anlässlich seines goldenen Priesterjubiläums gestiftet. Beim Ehrenkreuz Pro Ecclesia et Pontifice („für Kirche und Papst“) handelt es sich um eine päpstliche Auszeichnung, die für besondere Verdienste um die Anliegen der Kirche und des Papstes gedacht ist. Das Ehrenzeichen besteht aus einem stilisierten Kreuz mit dem Wappen des jeweiligen Papstes und der Inschrift PRO ECCLESIA ET PONTIFICE. In der Mitte des Kreuzes sind die Apostelfürsten Petrus und Paulus dargestellt. Gehalten wird es von einem breiten Ordensband in den Kirchenfarben Gelb und Weiß.

Ritterorden des Hl. Silvester                   

Die Aufnahme in den Orden des Hl. Papstes Silvester ist eine Auszeichnung, die der Papst selbst für besondere Verdienste um die katholische Kirche und der katholischen Werke verleiht. Sie geht auf eine Stiftung durch Papst Gregor XVI. im Jahr 1841 zurück und wurde 1905 durch Papst Pius X. erneuert. Das Ehrenzeichen zeigt als achtzackiges Kreuz im Mittelschild das Bild des Papstes Silvester und auf der Rückseite die beiden genannten Daten. Papst Silvester wird wegen seines Eifers für die Kirche und als Botschafter des Friedens verehrt.

 

Foto 1: Erzbischof Franz Lackner mit Jos Pirkner und Laudator Roland Kerschbaum

Foto 2: Laudatorin Elisabeth Kandler-Mayer mit Gertraud Scheichl und Erzbischof Franz Lackner

Foto 3: Erzbischof Franz Lackner mit Josef Lackner und Laudatorin Sr. Emanuela Resch

Foto 4: Erzbischof Franz Lackner mit Fritz Rücker und Laudatorin Elisabeth Mayer 

Foto 5: Erzbischof Franz Lackner mit Josef Preims und Laudator Martin Walchhofer

 

Fotos: eds

 

 

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