Papst Franziskus erinnert an Shoah: „Nie wieder!“

 

Papst Franziskus erinnert an Befreiung des Vernichtungslagers Auschwitz vor 75 Jahren: „Gleichgültigkeit nicht statthaft und Erinnerung eine Pflicht“

 

Vatikanstadt (eds/kap 27. 1. 2020) Papst Franziskus hat zum Gedenken an die Befreiung des Konzentrationslagers Auschwitz vor 75 Jahren zu einem Moment des Gebets und der Stille aufgerufen. Angesichts der „ungeheuren Tragödie“ der Schoah sei „Gleichgültigkeit nicht statthaft und Erinnerung eine Pflicht“, sagte der Papst beim Mittagsgebet am Sonntag auf dem Petersplatz. Jeder müsse im eigenen Herzen sagen: „Nie wieder!“, so der Papst.

Auschwitz-Birkenau sei das „Symbol der Shoah“, so Franziskus bei seinem Angelusgebet. Am 27. Jänner vor 75 Jahren befreiten sowjetische Soldaten das deutsche KZ Auschwitz-Birkenau. In dem Todeslager im heutigen Polen ermordeten die Nationalsozialisten während des Zweiten Weltkriegs 1,1 Millionen Menschen, die meisten Opfer waren Juden.

Franziskus hat das Gelände des früheren KZ Auschwitz 2016 besucht. Dabei verzichtete er auf eine Ansprache; stattdessen betete er still an dem Ort, an dem zwischen 1940 und 1945 mehr als eine Million Menschen – die meisten davon Juden – ums Leben kamen. Auch Johannes Paul II. und Benedikt XVI. haben während ihrer Amtszeiten Auschwitz besucht. Johannes Paul nannte das KZ, das auf dem Gelände seines früheren Erzbistums Krakau lag, das „Golgota unserer Zeit“.

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