Papstschreiben stärkt Beteiligung der Jugend

 

Lob für das Apostolische Schreiben „Christus vivit“ kommt von der Katholischen Jugend Österreich

 

WIEN (eds/kap-4. 4. 2019) / Lob für das Apostolische Schreiben „Christus vivit“, das Papst Franziskus am Dienstag auf Grundlage der vatikanischen Jugendsynode veröffentlicht hat, kommt von der Katholischen Jugend Österreich (KJÖ). Lasse Franziskus auch manche Fragen unbeantwortet, greife er dennoch die im Herbst 2018 entstandenen Diskussionen und Auseinandersetzungen zum Thema „Jugend und Kirche“ auf und führe den synodalen Prozess auf Ebene der Welt- und Ortskirche fort, erklärte die KJÖ-Vorsitzende Eva Wimmer am Dienstag. Ausdrücklich wolle der Papst „eine Kirche mit offenen Türen und Platz für junge Menschen“, hob die Vertreterin Österreichs bei der Bischofsversammlung hervor.

Keine Hindernisse auferlegen

Der Papst sei „durchaus selbstkritisch“ bei seinen Warnungen vor einer „abstrakten, weltfernen und makellosen“ Jugendseelsorge und warne davor, den Jugendlichen Hindernisse, Vorschriften, Kontrollen und verpflichtende Rahmenbedingungen aufzuerlegen, bemerkte Wimmer. Stattdessen habe der Papst besonderen Wert auf das Zuhören gelegt und vorgegeben: „Wir müssen uns darauf beschränken, die Jugendlichen zu begleiten und ihnen Anregungen zu geben und dabei etwas mehr dem Einfallsreichtum des Heiligen Geistes zu vertrauen, der wirkt, wo er will.“

Schon von der Vorsynode an und während des ganzen Synodenprozesses habe der Papst die jungen Menschen zu Wagnissen ermutigt und dazu, auch den Bischöfen etwas zuzumuten. Aus Sicht der KJÖ sollte die Kirche die Orte der Jugend, ihre Sprache und die verschiedenen Arten der Verkündigung als Anknüpfungspunkte für die stärkere Beteiligung von Jugendlichen in der Kirche nutzen, in Form einer „vielfältigen, den Bedürfnissen der jungen Menschen entgegenkommenden Pastoral“, wie Wimmer erklärte.

Synodenprozess noch nicht am Endpunkt

Der Synodenprozess sei jedoch auch durch „Christus vivit“ nicht an seinen Endpunkt gelangt, betonte die KJÖ-Vorsitzende. Viele Themen würden in dem nachsynodalen Schreiben aufgemacht, die Beschreibung des weiteren Weges fehle aber zumeist. Enttäuscht zeigte sich Wimmer beispielsweise darüber, dass der Papst Frauen nicht deutlicher thematisiert und nicht direkt angesprochen habe: „Das war eines der zentralen Themen in der Vorsynode, bei dem man gemerkt hat, dass es unabhängig von der Herkunft der jungen Menschen unter den Nägeln brennt.“

Die gesamte KJ-Stellungnahme lesen Sie hier.

Foto: Eva Wimmer, Vorsitzende der Katholischen Jugend Österreich

Foto: Katholische Jugend

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