Pastoralrat im Bundeskanzleramt

 

Wertschätzung statt Ignoranz in der Flüchtlingsarbeit forderte der Pastoralrat in einer Resolution – jetzt reagierte das Bundeskanzleramt 

 

SALZBURG/WIEN (eds-27. 2. 2019) / Mit der Einladung zum Gedankenaustausch ins Bundeskanzleramt reagierte die Bundesregierung auf die Resolution des Pastoralrats der Erzdiözese Salzburg, der im November Wertschätzung statt Ignoranz für die Engagierten in der Flüchtlingshilfe forderte. Durch menschlich fragwürdige Abschiebungen gut integrierter Personen würden die Freiwilligen in Pfarren und Gemeinden um die Früchte ihrer Arbeit gebracht und auch dem Land entstehe dadurch Schaden, kritisierte damals der Pastoralrat.

Gemeinsam mit der Katholischen Frauenbewegung Österreich (kfbö), die einen kritischen Weihnachtsbrief an die Regierung schickte, und den weiblichen Orden, die die neue Mindestsicherung kritisiert hatten, gab es nun ein Gespräch mit Regierungssprecher Peter Launsky-Tieffenthal im Bundeskanzleramt. Alle in den Resolutionen angesprochenen Themen kamen auf den Tisch von der Mindestsicherung über den Umgang mit Engagierten in der Flüchtlingshilfe bis zur Lehrlingsabschiebung. Launsky-Tieffenthal nannte als spezielle Themen, die er aus dem Gespräch mitnehme: den besseren Zugang zur Nostrifizierung ausländischer Studienabschlüsse für Flüchtlinge (syrischer Arzt als Stationsgehilfe), Zulässigkeit von Religions- und Glaubensfragen in Interviews beim Bundesasylamt und Probleme bei der Zulassung von Begleitpersonen im Verfahren. 

Foto: Auf dem Weg ins Bundeskanzleramt sind Walter Rijs, Präsident der Katholischen Aktion (KA) Wien, Josef Mautner, KA Salzburg und Plattform für Menschenrechte, KA-Präsidentin Elisabeth Mayer, Salzburg, Sr. Christa Baich, geschäftsführende Vorsitzende des Pastoralrats der Erzdiözese Salzburg, kfbö-Vorsitzende Veronika Pernsteiner und Trude Nowy, Expertin für Entwicklungszusammenarbeit, KA Wien (v. l.). 

Foto: KA Wien/Vock

 

 

Zurück