Pastoralrat setzt Hoffnung in die Synode

 

Erzbischof Franz Lackner: „Wir hoffen, einen Schritt weiterzukommen“

 

SALZBURG (eds/wk - 23. 3. 2015) / „Ich hoffe sehr, dass sich Wege der Heilung eröffnen“, sagte Abt Johannes Perkmann am 20. 3. bei der Tagung des Pastoralrates der Erzdiözese. Er bezog sich auf die im Herbst in Rom stattfindende Synode zum Thema „Familie“. „Ich hoffe, dass wir mit der Synode einen Schritt weiterkommen“, zeigte sich auch Erzbischof Franz Lackner hoffnungsvoll in Bezug auf den Umgang mit Wiederverheirateten Geschiedenen. In einer erweiterten Klausurtagung befasste sich der Pastoralrat im Stift Michaelbeuern mit den Fragen zur römischen Synode. Neben Erzbischof Lackner nahm auch Weihbischof Andreas Laun an der Klausur teil.

„Die Kirche sollte bei den Themen Ehe und Familie mehr als bisher Zuhörerin sein“, forderte Andreas Gutenthaler, Direktor des Kath. Bildungswerks. Wolfgang Hammerschmid-Rücker von der Kath. Jungschar wies darauf hin, dass mehr Respekt vor der Lebensrealität der Menschen notwendig sei: „Brüche und Verletzungen in Beziehungen müssen ernst genommen werden“. Josef Mautner von der Katholischen Aktion und Edith Bertel vom Tagungshaus Wörgl betonten, dass in der Ehevorbereitung mehr als bisher auf unterschiedliche Familienformen eingegangen werden solle. Mehrmals wurde Kritik an der kirchlichen Sprache geübt, die von vielen heute nicht mehr verstanden werde.

In acht Arbeitsgruppen wurden sämtliche Fragen der Lineamenta, des Dokuments zur Vorbereitung der römischen Familiensynode, durchgearbeitet. Seelsorgeamtsleiter Prälat Balthasar Sieberer hob die Wichtigkeit der Begleitung von Ehepaaren hervor, „damit sie für das Leben ermutigt werden“. „Im kommenden ´Jahr der Barmherzigkeit` (das Papst Franziskus ausgerufen hat) müsste die Kirche endlich Türen öffnen“, stellte Hannes Schneilinger, Generalsekretär der Katholischen Aktion, fest. Kirche müsse eine Sprache für die verschiedenen Formen des Zusammenlebens finden, meinte Sr. Christa Baich. „Familie und eigene Kinder haben nach wie vor bei der Jugend einen hohen Stellenwert“, sagte Karl Zallinger, Leiter des Kolpinghauses.  

Von vielen Sprechern wurde die Bedeutung von Ehe und Familie für die Gesellschaft hervorgehoben. „Ich hoffe sehr, dass die Kirche 50 Jahre nach dem II. Vatikanischen Konzil wieder bestimmende Kraft wird in den Bereichen Ehe und Familie“, sagte Andreas Gutenthaler. Erzbischof Franz Lackner wies auf die Signalkraft der Bischofssynode hin: „Ich hoffe, dass wir einen Schritt weiterkommen“. Papst Franziskus habe die Welt schon mehrmals überrascht. Jetzt sei die Spannung groß. Die Stellungnahme der Erzdiözese Salzburg zu den Lineamenta der Familiensynode wird Bischof Benno Elbs übermittelt, der mit Kardinal Schönborn die österreichische Kirche vertritt.

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