Patriarch Youssef I. macht in Salzburg Station

 

Begegnung mit Erzbischof Franz Lackner und Weihbischof Hansjörg Hofer im Bischofshaus

 

SALZBURG (eds-4.12.2019) / Im Zuge seines Österreichbesuchs machte der melkitische griechisch-katholische Patriarch von Antiochien, Youssef Absi, auch in Salzburg Station. Heute Mittag kam es zu einer Begegnung mit Erzbischof Franz Lackner und Weihbischof Hansjörg Hofer. Begleitet wurde der Patriarch unter anderem von Erzbischof Robert Rabbat von der melkitischen griechisch-katholischen Kirche Australien.

Im Anschluss folgte ein Kurzbesuch bei Landeshauptmann Wilfried Haslauer und eine Besichtigung des Byzantinischen Gebetszentrums und der St.-Markus-Kirche, wo die ukrainisch griechisch-katholischen Gläubigen in Salzburg ihre Gottesdienste feiern.

Der festliche Abschluss des Österreich-Besuchs ist eine Göttliche Liturgie am Samstag, 7. Dezember, um 11 Uhr in der Pfarre Nussdorf (Greinergasse 25, 1190 Wien).

Melkitische Griechisch-Katholische Kirche

Die Melkitische Kirche ist nach den Maroniten die zweitgrößte katholische Ostkirche im Nahen Osten. Absi steht der Kirche seit rund zweieinhalb Jahren vor. Er wurde im Juni 2017 zum Nachfolger von Patriarch Gregoire III. Laham gewählt. In Österreich leben rund 1.000 melkitische Gläubige.

Die Melkitische Griechisch-Katholische Kirche ist eine der bedeutendsten katholischen Ostkirchen des byzantinischen Ritus. Die Bezeichnung „griechisch-katholisch“ ist insofern irreführend, als die Kirche alle arabischsprachigen Katholiken des byzantinischen Ritus umfasst. Die Bezeichnung „griechisch“ bezieht sich auf den Ritus: Die Melkiten feiern die byzantinische (griechische) Liturgie in arabischer Sprache. Der Kirche gehören rund zwei Millionen Gläubige an, die Hälfte davon lebt im Nahen Osten (Syrien, Libanon, Israel, Palästina, Jordanien und Ägypten), die andere Hälfte in Nord- und Südamerika sowie in Australien. Der Patriarch hat seinen Sitz in der syrischen Hauptstadt Damaskus.

Die Melkiten sind im frühen 18. Jahrhundert aus der griechisch-orthodoxen Kirche bzw. dem (griechisch-) orthodoxen Patriarchat von Antiochien hervorgegangen. Die Zahl der Melkiten im Nahen Osten wuchs rasch an und nach anfänglichem Widerstand die Kirche von den Osmanen 1848 offiziell anerkannt. Seither residiert der melkitische Patriarch in Damaskus.

Youssef Absi wurde 1946 in Damaskus geboren, er trat in die Missionsgesellschaft des Hl. Paulus ein, der er von 1999 bis 2001 als Generaloberer vorstand. 1973 wurde Absi zum Priester geweiht und übernahm verschiedene Lehrtätigkeiten, insbesondere im Bereich liturgische Musik. 2001 wurde er zum melkitischen Titularerzbischof von Tarsus (Türkei) und Kurienbischof im Patriarchat von Antiochia ernannt. Von 2006 bis zu seiner Wahl zum Patriarchen 2017 war Absi Patriarchalvikar in der Erzdiözese Damaskus.

Foto1: Erzbischof Franz Lackner traf Youssef I. im Salzburger Bischofshaus. Lackner freute sich über das Gastgeschenk des Patriarchen, eine Triptychon-Ikone.

Foto2: Mit Patriarch Youssef Absi reiste auch Robert Rabbat, Bischof der melkitischen griechisch-katholischen Kirche in Australien. In Salzburg empfingen sie Erzbischof Franz Lackner und Weihbischof Hansjörg Hofer im Bischofshaus.

Foto3: Bei einem gemeinsamen Mittagessen kamen Erzbischof Franz Lackner und Youssef Absi miteinander ins Gespräch.

Fotos: Erzdiözese Salzburg

 

 

 

 

 

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