Pfarre Elixhausen blickt in die Zukunft

 

Was entwickelte die katholische Pfarre? 

 

SALZBURG (eds-12.07.2018) / Tatkraft und Freude. „Visionsprozess in der katholischen Pfarrgemeinde Elixhausen“ lautet der Titel des Projekts, das Gerhard Schaidreiter beim Zukunftsprozess eingereicht hat. Mit 1. Juli wurde er abgeschlossen und deshalb feierte die Pfarre. Im Fokus lagen nicht nur Meinungen aus der Bevölkerung, sondern auch die Botschaften aus dem Evangelium.


Rupertusblatt: Welche Idee verbirgt sich hinter dem Zukunftsprojekt für die Pfarre Elixhausen?

Gerhard Schaidreiter: Die Erfahrung hat mir gezeigt, wenn man nur nach hinten schaut, dann lähmt es dich. Die Mittel von früher reichen oft nicht mehr aus. Die Idee für das Projekt entstand sicherlich auf einer Lernreise auf die Philippinen.  Dort erlebte ich eine fröhliche, vitale, zukunftsorientierte Kirche. Sofort wollte ich den Schlüssel zu dieser Art Kirche. Und der Blick hinter die Kulissen brachte Klarheit. Auf den Philippinen haben sie kleine christliche Gemeinschaften, die miteinander Christentum leben. Dabei orientieren sie sich stark am Evangelium, vor allem das Stichwort „Bibelteilen“ wird dort groß geschrieben. Das war die Basis für unseren Visionsprozess. Zum einen die Orientierung am Evangelium, was ist die Botschaft Jesu und zum anderen der Blick in Gegenwart und Zukunft, wie übersetzen wir diesen Auftrag für die Menschen in Elixhausen.

RB: Vor kurzem gab es in Elixhausen ein Fest zum Projekt. Würden Sie sagen, die Ideen wurden gut umgesetzt?

Schaidreiter: Absolut. Dabei zählen vor allem die guten Umstände, das wichtigste dabei war die Beteiligung der Bevölkerung. Wir haben die Menschen gefragt, was sie brauchen, was sie sich wünschen. 120 Fragebögen wurden von einer internen Steuerungsgruppe ausgewertet und die Wünsche zusammengefasst. Dabei bildeten sich vier Kernbereiche heraus: Familie, hilfreiche Beziehungen, intakte Umwelt mit guter Lebensgestaltung und einen Sinn finden durch das Einbringen.

RB: Woran muss die Pfarre in Zukunft arbeiten?

Schaidreiter: Bemühen um Beteiligung, das ist sicher die größte Aufgabe. Beim Prozess habe ich gemerkt, dass die Menschen sich im Projekt wiederfinden müssen. Die Umsetzung der Vision hat nur eine dauerhafte Chance, wenn sie von Vielen mitgetragen wird.

RB: Was braucht eine Pfarre Ihrer Meinung nach um zukunftssicher zu werden? 

Schaidreiter: Das Erste ist die Orientierung am Evangelium, Aufmerksamkeit für die Lebenssituation der Menschen und die Bereitschaft hinauszugehen und sich tatsächlich auf die Bedürfnisse der Menschen einzulassen. Konkret könnte man dazu Pfarre freundlich und einladend gestalten. Die Pfarrgemeinde muss Angebote schaffen. Ein Beispiel wäre, dass wir an Orte gehen, wo wir noch nicht so dabei sind. Hier haben wir dann auch die Parallele zu Jesus, er ist auch überall dorthin gegangen, wo die Frommen der damaligen Zeit nicht zu Hause waren. 

RB: Wie wichtig finden Sie solche Projekte allgemein?

Schaidreiter: Ich denke solche Visionsprozesse sind sehr wichtig. Diese Prozesse können die Kirche nämlich weiterbringen.
Gerade in Zeiten des Umbruchs bewahren sie uns davor ängstlich nach hinten zu schauen und uns darauf zu besinnen, was unser zentraler Auftrag ist. Ich würde bei einem solchen Prozess sofort wieder mitmachen.

Foto: Gerhard Schaidreiter, Leiter des Projekts „Visionsprozess in der katholischen Pfarrgemeinde Elixhausen“.

Foto: tru

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