Priesterwallfahrt als Ermutigung

 

Weihbischof Hofer an die Seelsorger: "Nicht von Problemen erdrücken lassen!"

 

SALZBURG (eds / 13. 9. 2018) / Die traditionelle Wallfahrt der Priester und Diakone am Beginn des neuen Arbeitsjahres nach Maria Kirchental bei Lofer nützte Weihbischof Hansjörg Hofer zur Ermutigung der Seelsorger: Auch wenn die Priester zahlenmäßig weniger würden, „können wir uns doch gegenseitig helfen und beistehen, füreinander beten, einander stützen und ganz bewusst die mitbrüderliche Gemeinschaft suchen und pflegen“, sagte der Weihbischof bei seiner Predigt in der Andacht in der Wallfahrtskirche.

Hansjörg Hofer verwies auf den Zukunftsprozess der Erzdiözese, der am 22. September mit dem Zukunftsfest in Salzburg seinen vorläufigen Abschluss findet: Grundanliegen sei die Erneuerung der Erzdiözese, „aber auch die Erneuerung von jedem von uns“. Es gehe um die persönliche Christusbeziehung, die erneuert, vertieft, gefestigt und behutsam gepflegt werden müsse.  „Ich brauche die Kirche Jesu Christi nicht zu retten, denn es ist ja seine Kirche“, stellte Weihbischof Hofer fest. Aber die Frage sei, wie sehr ich mich von ihm gebrauchen lasse als sein Werkzeug.

„Wir dürfen uns von Problemen nicht erdrücken oder einschüchtern lassen“, betonte Hofer. Es gebe so viele Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die sich mit viel Engagement, Idealismus und Kompetenz einsetzen, so dass es einfach eine Freude sei. Gott wirke seinen Teil, „damit aus Wasser Wein wird“. Der Weihbischof dankte den Seelsorgern und vertraute alle Anliegen Maria, der Mutter der Kirche, an.

Über die bevorstehende Bischofssynode vom 3. bis 28. Oktober in Rom zum Thema „Jugend“ informierten Bischofsvikar Harald Mattel und Diözesanjugendseelsorger Roman Eder die Priester. „Wir brauchen einen Perspektivenwechsel“ betonte der Bischofsvikar. Nicht die Jugend habe sich von der Kirche entfremdet, sondern die Kirche von der Jugend. Jugendliche zu begleiten müsse sich wie ein roter Faden durch die Seelsorge ziehen.

Foto: Jugendseelsorger Roman Eder (links) und Bischofsvikar Harald Mattel informierten bei der Priesterwallfahrt über die bevorstehende Jugendsynode in Rom. Foto: EDS/Pletzer

 

 

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