Protest der Kirchen: Osterkerzen mit Stacheldraht

 

Als Protest gegen die rigorose Flüchtlingspolitik werden Osterkerzen mit Stacheldraht umwickelt

 

SALZBURG (eds / 23. 3. 2016) / Zum Zeichen, dass mit den Geringsten auch Christus leidet, und als Protest gegen die Schließung der Grenzen bevor legale Wege der Migration nach Europa geöffnet werden, werden in der Erzdiözese Salzburg Osterkerzen in den Kirchen mit Stacheldraht umwickelt.

Beim heutigen Priestertag im Borromäum, an dem etwa 160 Priester und Diakone teilnahmen, regte Pfarrer Alois Dürlinger, Assistent und Sprecher des Erzbischofs in Asylfragen, an, auf diese Art ein Zeichen zu setzen. „Angesichts tausender Menschen in Not können wir nicht schweigen, wenn Österreich nicht einmal ein Prozent an Asylsuchenden (im Verhältnis zur Bevölkerung) aufgenommen hat". Es mache betroffen, wenn Österreich laut einer Aussage der Innenministerin zu einer Festung ausgebaut werden solle, sagte Pfarrer Dürlinger. Er will als weiteres Zeichen außerdem in der Pfarrkirche St. Veit am Karfreitag um 15 Uhr zur Todesstunde Jesu, wo auf der ganzen Welt die Glocken schweigen, alle Glocken läuten.

„Im Salzburger Dom werden wir die Osterkerze mit Stacheldraht umwickeln“, kündigte Erzbischof Franz Lackner an und forderte gleichzeitig auf, auch in anderen Pfarren die Osterkerzen mit Stacheldraht zu umwickeln.

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