Rohracher-Förderungspreise vergeben

 

Eine Frau und fünf Männer erhielten Auszeichnung für ihre Publikationen rund um die Erzdiözese Salzburg

 

SALZBURG (eds-4. 12. 2019) / Im Domchorsaal des Kardinal-Schwarzenberg-Hauses überreichte Erzbischof Franz Lackner gestern Abend die Förderungspreise des Erzbischof-Rohracher-Studienfonds. „Kirche und Wissenschaft haben etwas gemeinsam – hier geht es immer um einen Mehrwert, wenn auch in unterschiedlicher Weise. Kirche ist in ihrem Wesen dazu da, den Menschen in seiner Existenz auf Gott hin zu orientieren. Und selbstverständlich ist auch Wissenschaft und Forschung mehr als die simple Produktion des Machbaren“, sagte der Salzburger Kirchengeschichte-Professor Dietmar Winkler in seiner Laudatio.

Erzdiözese im Fokus der Arbeiten
Heuer wurden fünf Wissenschaftler und eine Wissenschaftlerin für ihre Arbeiten mit einem Förderungspreis ausgezeichnet. „Dies zeigt, dass die Erforschung der Kirchengeschichte, der Kunst- und Musikgeschichte Salzburgs ein reiches und ergiebiges Feld ist“, sagte Winkler. „Es ist immer wieder beeindruckend, welche Schätze durch Sie, verehrte Wissenschaftler, in unserer altehrwürdigen Erzdiözese gehoben werden“, sagte Erzbischof Franz Lackner bei der Verleihung der Preise und gratulierte den Ausgezeichneten.

Vergeben wurden in diesem Jahr fünf erste Preise und ein dritter Preis. Zweitplatzierten gab es keinen. Mit einem ersten Platz wurden ausgezeichnet:

Till Reininghaus für seine Arbeit über die Mozart-Familie, sowie über den Dommusikverein und das Mozarteum Salzburg. Reininghaus ist Lektor und Assistent der Bereichsleitung bei der Digitalen Mozart-Edition der Internationalen Stiftung Mozarteum.

Ernst Hintermaier (ehemaliger Leiter des Archivs der Erzdiözese Salzburg, Experte für Salzburger Kirchenmusikforschung), Eva Neumayr (Leiterin der Musiksammlung des Archivs der Erzdiözese Salzburg, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Internationalen Stiftung Mozarteum, sowie Lehrbeauftragte an der Universität Mozarteum und der Universität Salzburg) und Lars Laubhold (Universitätsprofessor mit den Schwerpunkten Interpretationsforschung und Instrumentenkunde an der Anton Bruckner Privatuniversität Linz) für ihre gemeinsame Forschungspublikation über den Musikalienbestand des 17. bis 19. Jahrhunderts im Salzburger Domarchiv.

Roland Kerschbaum für seine Dissertation zur Kirchenkunst des 19. Jahrhunderts in der Erzdiözese Salzburg. Er ist Universitätslektor und Mitarbeiter des Fachbereichs für Bibelwissenschaft und Kirchengeschichte der Universität Salzburg, Pfarrer von Elsbethen und Diözesankonservator.

Den dritten Platz erhielt der Salzburger Kirchenrechtler Andreas Graßmann für seine Studie über den Salzburger Kanonisten, Schriftseller und Seelsorger Josef Anton Schöpf.

Erzbischof-Rohracher-Studienfonds
Alle drei Jahre vergibt der Erzbischof-Rohracher-Studienfonds die Förderungspreise für bemerkenswerte und thematisch mit der Erzdiözese Salzburg in Verbindung stehende Arbeiten. Zweck des Fonds ist die Durchführung von Forschungsaufgaben auf dem Gebiet der Kirchengeschichte, des Kirchenrechts, der Kunst- und Musikgeschichte sowie von Forschungsarbeiten, die zur Bewältigung pastoraler Aufgaben der Erzdiözese dienen.

 

Foto: Erzbischof Franz Lackner mit Laudator Dietmar Winker (links) und den Preisträgern.

Foto: Erzdiözese Salzburg (eds)

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