Rückenwind gegen Polarisierung

 

Katholische Aktion Salzburg sieht in der neuen Regierung die Chance auf Rückenwind für alle, die Gräben in der Gesellschaft überwinden wollen

 

SALZBURG (eds-8. 1. 2020) / Die Katholische Aktion Salzburg sieht in einer ersten Einschätzung der Koalition von ÖVP und Grünen die Chance auf Rückenwind für alle, die Gräben in der Gesellschaft überwinden wollen. Zwar sei eine umfassende Analyse des 326-seitigen Programms noch nicht möglich, aber es gebe einige Vorhaben, „die hoffen lassen“.

Die Präsidentin der Katholischen Aktion Salzburg, Elisabeth Mayer, verweist in ihrer Stellungnahme auf die schwierige jüngste Vergangenheit. „Die einen nennen es Polarisierung, die anderen schon Spaltung der Gesellschaft. Nicht nur die Katholische Aktion (KA) sah sich in letzter Zeit zu Initiativen herausgefordert, diese Dialogunfähigkeit und Verteufelung Andersdenkender zu überwinden.“ Jetzt stehe eine Regierung, die trotz Unterschiede der Koalitionspartner ein Programm zustande gebracht habe. „Das zeigt, was mit gutem Willen (und wenig Alternativen) bei der Suche nach Lösungen möglich ist. Das lässt hoffen, dass das gesellschaftliche Klima milder wird.“

Ein Fahrplan ins Paradies ist das Regierungsprogramm für die KA-Präsidentin freilich keiner. Positiv hebt sie das Kapitel Klimaschutz hervor. „Auch wenn die von der KA geforderte ökosoziale Steuerreform nur angekündigt wird.“ Enttäuschend sei für die in der Flüchtlingsbetreuung Engagierten, unter denen Mayer viele christlich motivierte Menschen kennt, „dass von der harten Linie keinen Millimeter abgegangen wird“. Sie hoffe, dass weiter das Verbindende gesucht werde. „Dann sind sicher noch Überraschungen drin.“

Veranstaltungstipp: „Der österreichische Sozialstaat: Auslaufmodell oder Fels in der Brandung?“, Mittwoch, 22. Jänner, 19 Uhr, Rupertussaal, Kapitelplatz 2, Salzburg. Mit Margit Appel (Wien) und Peter Ruhmannseder (Salzburg). Moderation: Elisabeth Mayer (Präsidentin der Katholischen Aktion). Weitere Infos gib es hier.


Foto: Elisabeth Mayer, Präsidentin der Katholischen Aktion Salzburg.

Foto: eds/Leopold

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