"Sagt Ja zum Glauben"

 

 Fest der Jugend: 8.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer beim größten katholischen Jugendtreffen Mitteleuropas

 

SALZBURG (eds/rb-12.6.2019) / Sie kamen, beteten und rockten vier Tage lang das Pfingstwochenende im Salzburger Dom. Jugendliche und junge Menschen aus rund 28 Nationen füllten die Salzburger Altstadt mit Leben. Etwa 8.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer feierten zum 20. Mal das größte katholische Jugendtreffen Mitteleuropas.

Der Dom ist in rotes poppiges Licht getaucht, überall flackern Scheinwerfer und Bildschirme. Rockige Worship-Musik erfüllt das Gotteshaus. Es ist schwierig sich einen Weg durch die Massen zu bahnen: Junge Beterinnen und Beter bevölkerten sitzend, kniend und stehend vergangenes Wochenende die Salzburger Bischofskirche. Die Lorettogemeinschaft rund um Hautporganisator Georg Mayr-Melnhof hat es wieder geschafft, junge Menschen in den Bann des Glaubens zu ziehen.

„Komm, wie du bist“

Das laut Veranstaltern größte katholische Jugendtreffen Mitteleuropas bot den Teilnehmerinnen und Teilnehmern unter dem Motto „come as you are – komm‘ wie du bist“ ein Programm mit Gottesdiensten, Musik, Glaubensvorträgen und Workshops. Bei einem „Abend der Barmherzigkeit“ spendeten am Samstagabend 130 Priester im Dom bis gegen Mitternacht das Sakrament der Versöhnung, die Beichte. Beliebt bei den Besucherinnen und Besuchern: Die Predigten und Katechesen, Glaubenslehren.
Im Jubiläumsjahr waren es unter anderem der Generalsekretär der Österreichischen Bischofskonferenz, Peter Schipka, Erzbischof Franz Lackner, der Leiter der Loretto-Gemeinschaft ­Österreichs, Maximilian Oettingen, Organisator Georg Mayr-Melnhof, die im randvollen Dom zum Mikrofon griffen.

„Habt‘ Mut“ & „Folge mir“

Gott im eigenen Leben zu entdecken und in aller Freiheit Ja zur Nachfolge Christi zu sagen – der Generalsekretär der Österreichischen Bischofskonferenz, Peter Schipka, rief bei einer Messe im Salzburger Dom dazu auf, Gott im eigenen Leben zu finden. „Folge mir“, so der Appell Jesu an die Apos­tel, der auch an jeden und jede Einzelne ergeht, so Schipka. „Ihr habt es in der Hand zu schauen, wo euch Gott im Leben hinführt.“ Auch Erzbischof Franz Lackner ermutigte bei seiner Pfingstmesse in der Bischofskirche die Jugendlichen dazu, Ja zum Glauben zu sagen und Nachfolge Jesu in der Welt von heute zu sein: „Habt Mut! Gebt eurem Herzen einen Stoß! Sagt dieses eine Wort: Ja zu Gott! Sagt Ja, dann wird er euch bitten auch seine Stimme in dieser Welt zu sein. Das ist die wunderbare Berufung für uns Christen in der Welt von heute, die aus vielen Fugen lechzt nach Gott, nach dem Heiligen Geist“, sagte Lackner. Zuvor hatte der Salzburger Erzbischof rund 100 Jugendlichen am Sonntag die Firmung gespendet.

Beliebt bei den Besucherinnen und Besuchern: Die Katechesen, Glaubenslehren. Maximilian Oettingen entwickelte anhand ihrer eigenen Glaubensbiografie Leitgedanken, die sie als junge Menschen selbst beschäftigten.
„Du musst nicht perfekt sein, um von Gott geliebt zu werden“ lautete Oettingens erster Impuls. Ein christlicher Kontrapunkt zum Streben nach Selbstoptimierung oder dem steigenden Konkurrenzdruck in Schul- und Arbeitswelt. Das Scheitern, das Ringen damit, gehörte auch zum Leben des Loretto-Leiters, wie er erzählte: „Beim Beten des Vater-Unsers hab‘ ich die Worte ‚dein Wille geschehe‘ einfach nicht über die Lippen bekommen. In mir war damit eine Vorstellung verbunden, die mich – sobald ich dem Willen Gottes folge – zu einem langweiligen Menschen machen würden.“ Mittlerweile bringt Oettingen die Worte ganz leicht über die Lippen, denn am Beispiel vieler Vorbilder und Mitmenschen und in der Auseinandersetzung mit dem eigenen Glauben hat er erkannt: „Cool sein und glauben – ja, das geht. Ich muss kein Langweiler werden, wenn ich Christus nachfolgen will.“

Bei dem viertägigen Event mit Workshops, Beichte, Gebet, Gottesdiensten und Katechesen ging es nicht um Kirchenpolitik oder die „heißen Eisen“, sondern um „das Herzstück unseres Glaubens: Jesus“, betonte Organisator Georg Mayr-Melnhof. Um Ermutigung, Bestärkung und honouring – das Ehren des anderen, darum müsse es im Leben eines Christen gehen, so Mayr-Melnhof. Mit der Ermutigung von Erzbischof Lackner fuhren die Jugendlichen wieder nach Hause: „Jeder von euch ist unendlich kostbar. Lasst euch von Gott überraschen. Er ist ein Gott, der dich liebt und zu dir Ja gesagt hat.“ Erfolgreich ging der Tag zu Ende.

Fotos: Loretto-Gemeinschaft

Erfahren Sie mehr: Zahlen, Stimmen der Jugendlichen und ein Interview mit dem Generalsekretär der Österreichischen Bischofskonferenz, Peter Schipka, zum Fest der Jugend in Salzburg lesen Sie im aktuellen Rupertusblatt.

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