Salzburg und Tirol: Caritas-Haussammler sind wieder unterwegs

 

Der Erlös schafft finanzielle Basis für verschiedene Einrichtungen

 

SALZBURG/INNSBRUCK (kap/eds - 05.03.2015) / Vom 1. bis 31. März sind rund 6.400 Haussammler aus der Diözese Innsbruck und der Erzdiözese Salzburg im Rahmen der 67. Caritas-Haussammlung für in der Region in Not geratene Menschen in beiden Bundesländern unterwegs. Den Auftakt bildete vor kurzem eine Pressekonferenz mit den beiden Caritas-Direktoren Johannes Dines und Georg Schärmer in Salzburg. Der Schwerpunkt liegt dieses Jahr auf den Themen Pflege, soziale Nothilfe, der steigenden Arbeitslosigkeit, sowie dem Bildungsangebot für Kinder und Jugendliche mit schwierigen Startbedingungen. "Nur so können wir eine Abwärtsspirale, die in immer noch größere Not und eine langfristige Bedürftigkeit führt, stoppen", ist Dines überzeugt.

Für den Innsbrucker Caritas-Direktor Schärmer steht die Aktion für die "beiden Leuchttürme der Zukunft: Teilen und verzichten und Verantwortung übernehmen". Die Haussammelaktion der Caritas hätte alle Berechtigung, als UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen zu werden, so Schärmer. 

Nach aktuellen Schätzungen der Statistik Austria werde der Pflege- und Betreuungsbedarf in Österreich in den nächsten Jahren aufgrund der erhöhten Lebenserwartung weiter ansteigen. Festmachen könne man das etwa an den Zahlen der Demenzkranken: Bereits jetzt gebe es in Österreich 115.000 bis 130.000 Menschen mit irgendeiner Form von Demenz. Bis 2050 soll die Zahl laut Statistik Austria um etwa das Doppelte steigen. Die Caritas unterstützt Betroffene und Angehörige in Form von Hauskrankenpflege und Haushaltshilfe sowie von mobilen Palliativ- und Hospizteams. 

Ein Anstieg sei auch im Bereich der Arbeitslosenzahlen bei gleichzeitiger Erhöhung der Lebenserhaltungskosten und Wohnungspreise zu verzeichnen. Damit sei die Armutsgefährdung in der Mittelschicht angekommen, sagt Dines. Für ältere Arbeitslose oder Langzeitarbeitslose gestalte sich der Wiedereinstieg ins Erwerbsleben oft schwierig. Alleine in Salzburg sei im Jänner 2015 laut dortigem AMS die Arbeitslosigkeit um 6,8 Prozent auf 17.331 Vorgemerkte gestiegen. Die Caritas unterstützt Betroffene in regionalen Zentren finanziell und mit Beratung. 

Betreuungsangebote für Kinder und Jugendliche

Im Bereich Kinder und Jugend hilft die Caritas mit Bildungs- und Betreuungsangeboten. In den Carita-Lerncafes werden vor allem Kinder mit Migrationshintergrund bei den Hausaufgaben und beim Lernen betreut. Denn Herkunft und soziale Familienverhältnisse hätten laut der Organisation immer noch einen großen Einfluss auf das schulische Vorankommen vieler Kinder und Jugendliche.  

Zahlreiche Caritas-Angebote könnten nur mit Hilfe der Haussammlung finanziert werden, betont Dines. In der Erzdiözese Salzburg betrug das Gesamtergebnis der Haussammlung 2014 rund 1,1 Millionen Euro. 40 Prozent aller Spenden kommen laut der Organisation direkt der jeweiligen Heimatpfarre zugute, mit den restlichen 60 Prozent unterstützen die Einrichtungen der Caritas Menschen in den einzelnen Regionen. Die Spenden an die Caritas sind bis zu einer Höhe von zehn Prozent des Vorjahreseinkommen steuerlich absetzbar.

Spendenkonto der Erzdiözese Salzburg: IBAN: AT11 3500 0000 0004 1533; BIC: RVSAAT2S; Kennwort: Haussammlung

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