Salzburgs Kirche in Zeiten des Umbruchs

 

„Unter dem Krummstab ist gut leben“, sagt ein Sprichwort

 

 

 

SALZBURG (eds-19. 6. 2019) / Wie aber war das Leben im Salzburg des 15. und 16. Jahrhunderts tatsächlich und welche Einflüsse hatten die damals regierenden Kirchenfürsten darauf? Diese und zahlreiche andere Fragen wurden im Kontext der Erzbischöfe Leonhard von Keutschach und Matthäus Lang bei der internationalen Fachtagung „Zeit des Umbruchs“ gestellt. Rund 180 Interessierte waren vergangene Woche zu dieser vom Archiv der Erzdiözese Salzburg organisierten Veranstaltung zusammengekommen.

Warum das Thema gewählt wurde, erklärt Thomas Mitter-ecker, Leiter des Diözesanarchivs: „Der Todestag von Leonhard von Keutschach jährt sich heuer um diese Zeit zum 500. Mal und damit auch der Regierungsantritt Matthäus Langs. Diese beiden Persönlichkeiten waren sehr bedeutende Erzbischöfe, deswegen bot sich das Thema für dieses Jahr gut an.“ Das Projekt sei dann im Kooperation mit dem Obmann des Vereines „Freunde der Salzburger Geschichte“ und Leiter des Stadtarchivs, Peter Kramml, entstanden.

Das vielfältige Programm wurde von 21 Referenten gestaltet. Die Vorträge beschäftigten sich mit Themen wie Leben, Gesellschaft und Umwelt im Salzburg des 15. und 16. Jahrhunderts, mit den Erzbischöfen Leonhard von Keutschach und Matthäus Lang, ihrer Bautätigkeit und den politischen Einflüssen.

Den gesamten Artikel finden Sie in der neuen Ausgabe der Wochenzeitung der Erzdiözese Salzburg "Rupertusblatt".

  

Foto 1: Um 1460 entstand die nach aktuellem Forschungsstand älteste erhaltene Stadtansicht Salzburgs. Angefertigt wurde der Holzschnitt von Wilhelm Pleydenwurff und ist heute in der 1493 in Nürnberg vom Humanisten Hartmann Schedel veröffentlichten Weltchronik zu sehen. (Foto:  Diözesanarchiv Salzburg)

Foto 2: Matthäus Lang von Wellenburg wurde 1468 in Augsburg geboren. 1511 wurde er durch Papst Julius II. Kardinal, ab 1519 war er Fürsterzbischof von Salzburg. In seiner Amtszeit kam es zum Salzburger Bauernaufstand, der mit der Belagerung Radstadts 1526 beendet wurde. Lang hatte maßgeblichen Einfluss am kaiserlichen Hof und konnte entscheidend auf die Wahl Karls V. zum Kaiser einwirken. Am 30. März 1540 starb er in Salzburg. (Foto: Residenzgalerie Salzburg)

Foto 3: Leonhard von Keutschach wurde vermutlich um 1442 in Viktring geboren und war von 1495 bis 1519 Erzbischof von Salzburg. In dieser Zeit führte er das Erzbistum, das bis zu seinem Amtsantritt finanziell zerrüttet war, zu neuem wirtschaftlichen Reichtum und ließ die Festung Hohensalzburg umfassend ausbauen. Er war der Begründer des neuzeitlichen Münzwesens von Salzburg und förderte den Straßenbau, um den Fernhandel zu erweitern. Leonhard von Keutschach verstarb im Jahr 1519. (Foto: Salzburger Burgen und Schlösser)

 

 

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