Schöpfen aus der Tiefe des Seins

 

Priester und Diakone pilgerten mit Erzbischof Lackner nach Maria Kirchental

 

 

 

Maria Kirchental. (eds-9. 9. 2019) / "Wir dürfen tun, was Gott tut – liebend heilen.“ Denn: "Unser Priestertum ist Teilhabe an der Sendung und Salbung Jesu selbst." Daran erinnerte P. Dr. Anton Lässer CP die Teilnehmer der Priesterwallfahrt vergangene Woche nach Maria Kirchental. Zahlreiche Priester und Diakone der Erzdiözese Salzburg pilgerten gemeinsam mit Erzbischof Franz Lackner, Weihbischof Hansjörg Hofer und em. Weihbischof Andreas Laun zu Beginn des neuen Arbeitsjahres nach Maria Kirchental.
Der geistlichen Impuls dabei kam heuer von Passionistenpater Anton Lässer. Der gebürtige Vorarlberger arbeitete zunächst als Berater von Wirtschaftsunternehmen, ehe er sich für die geistliche Laufbahn entschied. Nach dem Studium in Augsburg und Rom wirkte er in der Diözese Feldkirch; 2007 trat er schließlich in die Kongregation vom Leiden Jesu Christi (Passionisten) ein. Er wirkte einige Jahre als Regens im überdiözesanen Priesterseminar Leopoldinum in Heiligenkreuz und leitet jetzt das Besinnungshaus am Wallfahrtsort Maria Schutz am Semmering.Bei der Priesterwallfahrt legte der seine Gedanken über die Quellen des priesterlichen Dienstes dar. Aus seiner persönlichen geistlichen Erfahrung machte er deutlich, dass im Leben eines Priesters "alles aus einer tiefen Beziehung zu Jesus gespeist" ist. "Alles was wir tun, ist bevollmächtigt durch die Wirkkraft des Geistes. Wir sind damit ausgestattet, dass das Wirken Jesu durch uns zum Zug kommen kann“, sagte Lässer 
Grundlage einer Berufung zum Priestertum sei der Ruf Gottes. "Gott ist es, der erwählt. Er wählt den Menschen und wählt ihn auch zum Werk, zu dem er ihn beruft.“ Daher sei auch die Fruchtbarkeit seines Wirkens Gottes Werk. 

"Die Antwort des Menschen auf diesen Ruf ist, dass er sich einlässt und mitgeht und dabei die konkreten Schritte setzt, dass sich die Berufung entfalten kann“, ist Lässer überzeugt. Das geschehe in der Ganzhingabe des Menschen. Dieser Wille und die Fähigkeit zu Hingabe und zum Dienst sollen wachsen und reifen.

Dies führe hin zur Weihe zum Priester. Das bedeute, sich Christus zu weihen und von ihm mit seiner Vollmacht des Gottesgeistes begabt zu sein, die Werke Gottes zu tun, die Nähe des Reiches Gottes auszurufen, im Namen Jesu den Kranken die Hände aufzulegen, Dämonen auszutreiben, den Dienst der Versöhnung zu tun. Das Wort des Evangeliums müsse im Priester durch Erfahrung und Wirken konkret werden. "Unser Priestertum ist Teilhabe an der Sendung und Salbung Jesu selbst. Wenn wir fruchtbarer werden wollen, müssen wir näher zum Herrn kommen, von dem wir alles erhoffen dürfen“, sagte Anton Lässer.


Zum Abschluss feierten die Priester und Diakone gemeinsam mit Erzbischof Lackner eine Vesper in der Wallfahrtskirche Maria Kirchental.

 

Bild: P. Dr. Anton Lässer CP.

Foto: Klaus Erber

 

 

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