Schutzpatron der Solidarität

 

Theaterstück „Der Fall Gruber“ wird am Mittwoch in Salzburg gezeigt

 

SALZBURG (eds/KBW-11. 4. 2019) / Johann Gruber zählt wohl zu den bedeutendsten Widerstandskämpfern Österreichs. Die Lebensgeschichte des Priesters kommt am Mittwoch, 24. April, 19.30 Uhr, in der Kollegienkirche auf die Bühne.

Gruber war Priester der Diözese Linz und ein begnadeter Reformpädagoge des Landes Oberösterreich. Als Direktor der Linzer Blindenanstalt wurde er am 10. Mai 1938 wegen seiner Ablehnung des Nationalsozialismus und eines angeblichen Sittlichkeitsdelikts von der Gestapo verhaftet, 1939 verurteilt, kam ins Konzentrationslager Dachau und wurde schließlich 1940 ins Konzentrationslager Gusen überstellt. Dort wurde er am Karfreitag, dem 7. April 1944, vom Lagerkommandanten nach tagelanger Folter grausam ermordet.

„Engel in der Hölle“

Johann Gruber war eine herausragende Persönlichkeit, der von den Überlebenden als „Engel in der Hölle“ von Gusen verehrt wird und nach Schilderung der Häftlinge vielen Menschen in Gusen das Leben rettete. In der Nachkriegszeit geriet Gruber weitgehend in Vergessenheit. Johann Gruber wurde am 7. Jänner 2016 nach einem aufwändigen Rechtsverfahren vom Strafgericht Wien vollständig rehabilitiert. Das Stück bietet die Möglichkeit, sich mit den zeitgeschichtlichen Gegebenheiten auseinanderzusetzen und den Bogen in die Gegenwart zu spannen. Eine gemeinsame Veranstaltung des Katholischen Bildungswerks Salzburg mit der Katholischen Aktion Salzburg und der Universitätspfarre Kollegienkirche, mit Unterstützung des Bundeskanzleramtes Österreich.

 

Mitwirkende: Katharina Bigus, Franz Froschauer, Tanja Jetzinger, Alois Kreuzwieser, Anna Valentina Lebeda, Andreas Pühringer

Inszenierung: Franz Froschauer

Dramaturgie: Franz Huber

Musik: Peter Androsch

Termin: Mi., 24. April 2019, 19.30 Uhr

Ort: Kollegienkirche, Universitätsplatz, Salzburg

Karten: € 15,- VVK / € 20,- AK

Vorverkauf: in allen Filialen der Salzburger Sparkasse

 

Foto: Priester, KZ-Häftling: Johann Gruber gilt „als Heiliger und als Schutzpatron der Solidarität.“ Schilderungen Überlebender zufolge rettete er vielen Menschen im Konzentrationslager Gusen das Leben. Sein Netzwerk flog jedoch auf und er wurde ermordet. Die Lebensgeschichte des Priesters zeichnet das Theaterstück „Der Fall Gruber“ nach. 

Foto: Volker Weihbold

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