Selbstsicher zur Schule

 

Die Aktionswoche des Katholischen Familienverbands lädt ein, vom 18. bis 24. September möglichst auf das Auto zu verzichten und kurze Wege zu Fuß oder mit dem Rad zu bewältigen.

 

SALZBURG/SEEKIRCHEN (eds - jw / 13. 9. 2017) / Etwa 50 Prozent der von uns in der Stadt zurückgelegten Wege sind kürzer als fünf Kilometer und könnten bequem, schnell und kostengünstig mit dem Fahrrad bewältigt werden. Einiges spricht dafür, die Kinder in die Schule radeln zu lassen: Es stärkt ihr Selbstbewusstsein, fördert die soziale Interaktion, körperliche Bewegung führt zu Entspannung.

„Simon freut sich total, dass er alleine zur Schule radeln darf. Seit der Prüfung fährt er immer. Kinder sehen damit auch, dass sie das Vertrauen ihrer Eltern haben“, meint Simons Mama Maria Doppler. Simon saß schon mit vier Jahren auf dem Rad, die Familie legt viele Wege auf diese Weise zurück. „Ich fahre auch gerne, bei uns im Ort geht das super. Es gibt viel Verkehr in Seekirchen, außerdem finde ich mit dem Rad viel leichter einen Parkplatz. Das Rad ist für uns eine sehr gute Alternative zum Auto“, sagt Maria Doppler.

Üben bringt Sicherheit für die Straße

Kinder sind keine kleinen Erwachsenen: Sie können erst ab etwa dem neunten Lebensjahr Entfernungen richtig einschätzen, das Abschätzen von Geschwindigkeit ist erst danach möglich. Das Sichtfeld ist erst ab dem zwölften Lebensjahr voll entwickelt, weshalb vorher das seitliche Herannahen von Autos nur begrenzt wahrgenommen werden kann. Fast alle Kinder im Bundesland Salzburg absolvieren in der vierten Klasse Volksschule die freiwillige Radfahrprüfung.

Radfahrer im Straßenverkehr müssen in Österreich laut Gesetz mindestens zwölf Jahre alt sein. Kinder unter zwölf Jahren dürfen nur in Begleitung fahren, mit dem Fahrradausweis ist es ab dem 10. Lebensjahr erlaubt. Bis zwölf Jahre müssen Kinder einen Sturzhelm tragen.

Die Ressourcen schonen!

Die Bedrohungen durch den Klimawandel liegen nicht in der Zukunft, sie sind bereits Realität: Rekordtemperaturen, Jahrhundertfluten, Jahrhundertdürren, Jahrhundertstürme. Am 2. August 2017 wurde der Welterschöpfungstag (Earth Overshoot Day) „gefeiert“ – eine Woche früher als im vergangenen Jahr! Das ist der Tag, an dem die Menschheit die natürlichen Ressourcen aufgebraucht hat, die innerhalb eines Jahres zur Verfügung stehen.

60 Prozent davon gehen auf das Konto der CO2-Emissionen, die nicht mehr in natürliche Kreisläufe zurückgeführt werden können.  Die Details zum Welterschöpfungstag finden Sie unter www.overshootday.org. Diesem Trend müssen wir gegensteuern! Melden Sie sich für unsere Aktionswoche an! Wir zeigen Ihnen Möglichkeiten, was Sie als Einzelperson und mit Ihrer Familie machen können, um Ihren ökologischen Fußabdruck zu verbessern und wie Sie Ihre Verantwortung gegenüber unserem Planeten übernehmen können.

Aktionswoche vom 18. bis 24. September – Aufgabe: zu Fuß, mit dem Fahrrad oder Bus. Wir laden Sie ein, in dieser Woche möglichst auf das Auto oder das Moped zu verzichten. Wer nicht auf das Auto verzichten kann, sollte sich eine möglichst sparsame Fahrweise angewöhnen.

TIPP: Melden Sie sich an: per E-Mail info-sbg@familie.at oder unter Tel. 0662/8047-1240.

 

Bildtext: Kinder werden selbstsicherer, wenn sie ohne Eltern mit dem Rad in die Schule fahren dürfen. Foto: salzburgrad.at/Karin Schmidt/pixelio.de

 

 

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