„Sie waren uns gegenüber ungewöhnlich freundlich"

 

Ökumenischer Stadtgottesdienst zur Gebetswoche für die Einheit der Christen

 

SALZBURG (eds 24.01.2020) / „Sie waren uns gegenüber ungewöhnlich freundlich" – dieses Wort aus der Apostelgeschichte war Motto des Ökumenischen Stadtgottesdienstes anlässlich der weltweiten Gebetswoche für die Einheit der Christen, der vergangenen Dienstag in der evangelischen Matthäuskirche in Salzburg-Taxham gefeiert wurde. Superintendent Olivier Dantine konnte dazu u. a. Erzbischof Franz Lackner sowie Vertreterinnen und Vertreter der altkatholischen, methodistischen, rumänisch-orthodoxen und serbisch-orthodoxen Kirche begrüßen. Musikalisch gestalteten Studierende der syrischen Theologie die Feier.

Das Bild des Schiffes als Symbol für die Kirche – das ja auch eines der bekanntesten Logos der Ökumene ist – begleitete durch den ökumenischen Gottesdienst. Pastorin Dorothee Büürma von der evangelisch-methodistischen Kirche griff das Thema in ihrer Predigt auf. Mit Hilfe des Liedes „Ein Schiff, das sich Gemeinde nennt", legte sie den Text in der Apostelgeschichte über den Schiffbruch des Paulus aus und bezog ihn auf die aktuelle Situation von Kirche und Gesellschaft. Es gehe darum, voneinander zu lernen, einander zu vertrauen und miteinander zu versuchen, unsere Ruder und Segel zu koordinieren. „Wir müssen über unsere Grenzen und Horizonte hinwegsehen und uns auf das Wagnis der gemeinsamen Fahrt einlassen", fordert Pastorin Büürma. Denn: „Das große ökumenische Kirchenschiff braucht alle Ruderbänke und jedes einzelne Ruder um vorwärts zu kommen." Am besten könne sich das Schiff der weltweiten Kirche Christi fortbewegen, wenn sich die Ruderer miteinander absprechen und einen gemeinsamen Takt für ihre Bewegungen fänden. 

Erzbischof Franz Lackner erinnerte in seinen Grußworten daran, dass die Kirche gerne als Schiff dargestellt werde; dass man die Kirche dann aber auch als schiffbrüchig mitdenken müssen. Denn der Schiffbruch des Paulus habe sich in der Geschichte der Kirche immer wieder wiederholt. „Der Schiffbruch gehört zur DNA der Kirche", sagte der Erzbischof.

Am Ende des ökumenischen Gottesdienstes spendeten die Vertreterinnen und Vertreter der christlichen Kirchen gemeinsam den Segen.

Foto: Pastorin Dorothee Büürma legte die Bibelstelle aus.

Foto: eds/roi

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