Skifahren verbindet

 

Größtes zusammenhängendes Skigebiet Österreichs feierlich eingeweiht

 

SAALBACH (eds/sl 21.12.2015) /Am Samstag, den 19. Dezember 2015 weihten Erzbischof Franz Lackner und die Landeshauptmänner Wilfried Haslauer (Salzburg) und Günther Platter (Tirol) auf dem Reiterkogel das Skigebiet Skicircus Saalbach Hinterglemm Leogang und Fieberbrunn feierlich ein. Mit dem neuen Skigebiet wachsen nicht nur ein kleines Tiroler und ein großes Salzburger Skigebiet zusammen, es werden auch zwei Bundesländer miteinander verbunden. Das nun größte österreichische Skigebiet bietet 270 Pistenkilometern, 70 Liftanlagen und über 900 Schneekanonen mit elf Speicherteichen. Das Skigebiet ist auch ein großer Wirtschaftsfaktor, ungefähr 7.000 Arbeitsplätze in der Wintersaison und 22.000 Gästebetten hat die Region.

Die neue Verbindung sorgt automatisch für mehr Kontakt unter den beiden Bundesländern. Das bestätigte auch der Tiroler Landeshauptmann Günther Platter: „Zu Vorarlberg haben wir die Landesgrenze mit einem Tunnel durchbrochen, jetzt haben wir die Grenze zu Salzburg mit einem Lift überwunden. Eine Grenzverbindung auf 1.900 Meter Höhe.“ Landeshauptmann Haslauer zieht Bilanz, dass von dem Zusammenschluss die gesamte Region profitiert.

Die beiden Landeshauptmänner sind beide selbst ehrgeizige Skifahrer, so stichelten sie sich gegenseitig an, wer von ihnen der bessere sei. Die Landeshauptmänner witzelten, dass für den Schnee der Herr Erzbischof zuständig ist. Pfarrer Gradwohl konterte daraufhin schelmisch zu den beiden Politikern: „Den Schneeball können wir runterholen, auffangen müsst ihr ihn selbst.“

Für Pfarrer Jürgen Gradwohl war es die elfte Liftsegnung, dieses Mal aber bei einer komplett neuen Liftanlage. Sein Pfarrgebiet umfasst 200 Quadratkilometer und 6.500 Katholiken. Die Kirche in Saalbach wird auch von den Touristen gerne besucht, besonders zur Weihnachtszeit. Es kommt nicht selten vor, dass der Gottesdienst zweisprachig gehalten wird.

Erzbischof Lackner segnete die neue 10-Personen-Umlaufkabinenbahn „TirolS“ und die Menschen die sich auf den Pisten vergnügen. Nach dem Segensgebet verabschiedete er das skifahrende Publikum, mit einem „Fahret hin in Frieden!“ Die Sportlerinnen und Sportler stimmten dem erzbischöflichen Segen mit einem tosenden Applaus zu.

Nach der feierlichen Eröffnung ging das Fest weiter. Es startete die höchstgelegene Polsterschlacht und „The Big White Groove Orchestra“, eine Percussiongruppe mit Musikern aus Tirol und Salzburg, spielte auf.

Fotos: eds/Stefan Lochschmidt

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