So kommt das Hochamt vom Dom bis nach Hause

 

Was Ältere und Kranke vom Live-Stream aus dem Dom zu Salzburg haben

 

SALZBURG (eds – 14. 2. 2020) / Live-Übertragung aus dem Dom zu Salzburg gibt es seit dem Christtag. Hunderte Menschen schauen seither sonntags das Hochamt und besondere Gottesdienste an. Am Fernseher mit Internet-Zugang oder am Handy – wer die heilige Messe aus dem Salzburger Dom sehen möchte, kann das neuerdings auf www.salzburger-dom.at. Welcher Gottesdienst live übertragen wird, ist ebenfalls auf der Internet-Seite verzeichnet.

Salzburg als Vorreiter

Der Erfolg der Bilder aus dem Salzburger Dom hat Obermesner Dietmar Koisser überrascht; er hatte die Idee zum Live-Stream. In Österreich ist das bisher einzigartig: Keine andere Diözese liefert bisher regelmäßig Live-Bilder aus ihrer Bischofskirche. Das hat schon Experten aus anderen Diözesen, aus Deutschland und dem Vatikan zum Schnuppern angelockt.
„Drei fixe und eine bewegliche Kamera mit starkem Zoom fangen die Bilder ein. Die Abfolge der Aufnahmen ist an einem normalen Sonntag stets die gleiche und die Einstellungen wechseln automatisch“, erklärt Koisser die Technik. Dann gebe es allerdings besondere Feste; bei diesen sitze ein Profi am Regie-Pult und liefere Zuschauern noch spannendere Bilder.

Nicht mobil und dennoch dabei

Wer besonders von den Übertragungen aus dem Dom zu Salzburg profitieren könnte? „Ältere und kranke Menschen“, sagt Koisser. Deshalb traf er sich kürzlich mit Barbara Schubert, der erzdiözesanen Expertin für Menschen mit Behinderung sowie Krankenseelsorge-Profi Matthias Hohla. Sie sprachen darüber, wie Menschen im Pflege- und Spitalsbett oder in Gemeinschaftsräumen mitverfolgen können, was sonn- und feiertags im Dom passiert.
Die drei waren einig, dass es für Salzburgerinnen und Salzburger wichtig sei, Gottesdienste aus der eigenen Diözese miterleben zu können – gerade, wenn sie nicht in den Dom gehen könnten. Koisser: „Fernsehgottesdienste gibt es schon lange. Für die Menschen ist es angenehm, Inhalte aus Salzburg zu bekommen und nicht aus Vorarlberg, dem Burgenland oder einer deutschen Diözese.“

 

Foto: Am Regieplatz zeigt Dietmar Koisser, wie die Kameras im Salzburger Dom arbeiten. Per Joystick kann er die Bilder lenken.
Foto: mih

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