Ständige Diakone wollen Segen sein

 

Weihbischof Hansjörg Hofer formulierte bei Herbsttagung Wunsch nach einem Diakon für jede Pfarre.

 

SALZBURG (eds-29.10.2018) / Vergangenen Samstag haben sich die Ständigen Diakone der Erzdiözese Salzburg mit ihren Ehefrauen zur jährlichen Herbsttagung getroffen. Diakon Albert Biesinger, em. Professor für Religionspädagogik und Kirchliche Erwachsenenbildung, refererierte dabei zum Thema Gottesberührung: Wie und wo gelingt es heute, Menschen mit Gott in Berührung zu bringen und wie und wo sind wir selbst von ihm berührt? Ein wesentlicher Schlüssel seines pastoral-katechetischen Konzepts ist die Elternkatechese.

Frank Walz, Sprecher der Diakone, stellte bereits in seiner Einführung das Thema Gottesberührung unter das größere Thema Segen. "Ein Segen  sollst du sein ...! – das ist unser christlicher Grundauftrag. Und wenn  beispielsweise Salbungen in unserer Liturgie auch über das Sakrament der Krankensalbung hinaus neuerdings wieder von besonderem Interesse  sind, dann hängt dies wahrscheinlich mit der menschlichen Ur-Sehnsucht  nach Segen zusammen: Segen, der unter die Haut geht! Und oft wird dieser  Segen auch an Orten gesucht und gefunden, die nicht auf den ersten Blick als kirchliche Orte erkannt werden."
 
Gerhard Viehauser, Referent für die Ständigen Diakone betonte die Notwendigkeit der strukturellen Verankerung von Diakonen in der Erzdiözese, Weihbischof Hansjörg Hofer, Bischofsvikar für die Seelsorge an Priestern und Ständigen Diakonen, bedankte sich für den Einsatz der Diakone und formulierte den Wunsch nach (mindestens) einem Diakon für jede Pfarre.

Auf einen Blick: der Ständige Diakonat

Der Ständige Diakonat wird im Gegensatz zum Diakonat nicht als Vorstufe zum Priesteramt verstanden und ist damit ein selbständiges Amt bzw. Dienst im geistlichen, karitativen sowie im sonderseelsorglichen Bereich. Ständige Diakone können ihren Dienst sowohl hauptberuflich als auch neben ihrem Zivilberuf ausüben.

Diakone helfen in der Seelsorge der Gemeinden mit, sie wenden sich denen zu, die am Rand der Gesellschaft leben, besuchen Alte, Kranke, Behinderte und Gefangene, begleiten Sterbende, kümmern sich um Asylbewerber und Menschen in Lebenskrisen. Sie predigen im Gottesdienst, erteilen als hauptberufliche Diakone an den Schulen Religionsunterricht, führen Glaubensgespräche, leiten Bibelkreise und bereiten Kinder, Jugendliche und Erwachsene auf den Empfang der Sakramente vor. Sie assistieren dem Priester in der heiligen Messe, spenden die Taufe, leiten kirchliche Begräbnisfeiern und assistieren bei der Spendung des Sakraments der Ehe, feiern Wortgottesdienste und Andachten, halten Segnungsfeiern und bringen Alten und Kranken die heilige Kommunion.

In den vergangenen Jahren gewinnt das Amt in der Kirche wieder an Bedeutung.

Foto: Die Ständigen Diakone setzten sich bei ihrem Herbsttreffen unter anderem mit dem Thema Gottesberührung auseinander: Wie und wo gelingt es heute, Menschen mit Gott in Berührung zu bringen? 

Foto: Frank Walz

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