Starkes Zeichen der Solidarität

 

Fünf Minuten läuteten heute um 15 Uhr die Kirchenglocken im ganzen Land, um auf den Hunger in der Welt aufmerksam zu machen.

 

SALZBURG (eds/caritas / 27. 7. 2018) / „Wenn die Glocken am Freitag um 15 Uhr läuten, erinnern sie an das Sterben Jesu. Heute denken wir an ein anderes großes Sterben: Alle zehn Sekunden stirbt ein Kind an den Folgen von Unterernährung", mahnte Erzbischof Franz Lackner. Fünf Minuten lang läuteten heute die Kirchenglocken österreichweit als hörbares Signal der Solidarität mit den Menschen in der Welt, die hungern müssen.

Caritas-Direktor Johannes Dines: "Hunger geht uns alle an. Wir wissen, dass wir mit vergleichsweise einfachen Dingen, Großes bewirken können: Saatgut, verbessertes Werkzeug, ein kleiner Kredit. Helfen wir gemeinsam, den weltweiten Hunger zu beenden." Schon eine kleine Spende kann helfen: Sieben Euro sichern die Ernährung von einem Kind für ein Monat. 25 Euro kosten Saatgut, Werkzeug und Schulungen für Kleinbäuerinnen und -bauern.

Erzbischof  Franz Lackner und Caritas-Direktor Johannes Dines verteilten in der Salzburger Altstadt außerdem gemeinsam mit Jugendlichen der youngCaritas und der gemeinnützigen Fahrradwerkstatt Velorep Säckchen mit Kressesamen als Symbol für die wachsende Hoffnung und die Ernte der Dank für Spenden. "Möge unsere Hilfe größer sein als der Hunger", so Erzbischof Lackner.


Caritas will 150.000 Menschen vor dem Hunger bewahren

Die Caritas hat es sich in diesem Sommer zum Ziel gemacht, 150.000 Menschen vor dem Hunger zu bewahren. Frauen sind die wichtigsten Akteurinnen im Kampf gegen den Hunger. Die Caritas will sie stärken, damit sie ihre Familien wieder selber versorgen können. Geholfen wird mit Saatgut, Werkzeugen und Schulungen. Mikrokredite ermöglichen Frauen die Gründung eines Kleingewerbes. In Schulprojekten bekommen Kinder neben Bildung auch eine warme Mahlzeit.

Mit der am Sonntag startenden Hungerhilfeaktion will die Caritas 150.000 Kindern ein Leben ohne Hunger ermöglichen. Burundi und Ruanda zählen zu den ärmsten Ländern der Welt, obwohl sie nicht von Dürre und Trockenheit betroffen sind. Hunger, Unterernährung und hohe Kindersterblichkeit sind in den beiden fruchtbaren Ländern die Folge von Armut und - v.a. in Burundi - von jahrzehntelangem Bürgerkrieg. Insgesamt ist in Afrika südlich der Sahara jedes dritte Kind chronisch unterernährt.

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