Start in die „Schöpfungszeit“

 

Christliche Kirchen machen ab 1. September fünf Wochen lang auf Dringlichkeit der Bewahrung der Schöpfung aufmerksam

 

SALZBURG (kap, eds-28. 8. 2018) / Mit dem ökumenischen „Schöpfungstag“ am 1. September startet wieder die kirchliche „Schöpfungszeit“. Der Tag sollte in allen Ortskirchen angemessen begangen werden und einen nachhaltigen Lebensstil fördern, betont Papst Franziskus. Bis zum 4. Oktober, dem Fest des heiligen Franziskus, finden österreichweit Veranstaltungen zum Thema Umwelt- und Klimaschutz statt, darunter ökumenische Schöpfungsgottesdienste und Gebete, Wanderungen, Vorträge und Diskussionen.

Der St. Pöltener Bischof Alois Schwarz, in der Österreichischen Bischofskonferenz Referatsbischof für Umwelt, rief dazu auf, die Schöpfungszeit angesichts des fortschreitenden Klimawandels als Anstoß zu einem schöpfungsgerechten Lebensstil und als wichtigen „Gewissensspiegel“ zu betrachten. Einsatz für Nachhaltigkeit sei freilich nicht nur in der Schöpfungszeit gefordert – in diesen fünf Wochen allerdings ist der Terminkalender mit einschlägigen Angeboten voll.

Pfarren setzen sich für die Umwelt ein

Die Schöpfung bewahren – das ist den Pfarrgemeinden in der Erzdiözese Salzburg das ganze Jahr über ein wichtiges Anliegen. „Wir als Kirche müssen der bedrohten Schöpfung nachhaltig eine Stimme geben“, sagt Kathrin Muttenthaler, die mit 1. September das diözesane Referat für Umwelt und Nachhaltigkeit übernimmt. „Das impliziert der christliche Auftrag, die Verantwortung für die uns anvertraute Schöpfung für zukünftige Generationen ernst zu nehmen und zu bewahren. Als 'Gemeinde auf dem Weg' ergibt sich für uns selbst die Notwendigkeit, ökologisch zu handeln und zu einem neuen Lebensstil einzuladen, geprägt von Ehrfurcht vor dem Leben, Bescheidenheit, Klugheit und Weitsichtigkeit.“ 

Für ihr Engagement sind mittlerweile vier Pfarren – Kaprun, Rif, Unternberg und Piesendorf – von der Erzdiözese mit dem Zertifikat „Faire Pfarre“ ausgezeichnet worden, die Pfarre Zell am See-Schüttdorf erhielt heuer den „Kirchlichen Umweltpreis“: Bei der Generalsanierung von Kirche und Pfarrhaus hat die Pfarre die 50 Jahre alte Ölheizung durch erneuerbare Energien ersetzt und spart so jährlich 65 Tonnen CO2 ein.

Insgesamt 33 Umweltprojekte haben katholische und evangelische Pfarrgemeinden aus ganz Österreich für den „Kirchlichen Umweltpreis 2018“ eingereicht, Schüttdorf ist eine von sieben ausgezeichneten. Aber alle Projekte seien auf ihre Art und Weise vorbildlich, betonen die kirchlichen Umweltbeauftragten Österreichs. Um ihnen die gebührende Aufmerksamkeit zukommen zu lassen, werden alle 33 Projekte in der „Schöpfungszeit“ online auf www.schoepfung.at präsentiert – „als Anregung und Ermutigung für andere“.

Foto: pixabay

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